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Water & Light Festival wird Bad Radkersburgs bisher größtes Event

Von 15. bis 25. Oktober geht in Bad Radkersburg und in der slowenischen Nachbarstadt Gornja Radgona ein Event der Superlative über die Bühne. Es verbindet Lichtkunst mit Wasser und Natur.

© KLZ / Julia Schuster
Die Organisatorinnen des Festivals Andreja Novak und Urška Farazin (operative Leitung) mit der Geschäftsführerin des Zehnerhauses Doris Salchinger
Julia Schuster
Teamleiterin Regionalredaktion Feldbach

Fährt man dieser Tage mit dem Auto durch die Südoststeiermark, sieht man entlang von Straßen schon von Weitem bunt gestaltete Plakate mit der Aufschrift „Water & Light“. In Regenbogenfarben wird das grenzüberschreitende Festival, das von 15. bis 25. Oktober in Bad Radkersburg und Gornja Radgona stattfindet, angekündigt.

Es soll ein ganz besonderes Kulturereignis sein, das Lichtkunst mit Wasser, Natur und Besonderheiten der Region verbindet. In der Tat ist es die bisher größte Veranstaltung, die es je in Bad Radkersburg (und Gornja Radgona) gegeben hat: „So eine Größenordnung würde man Radkersburg nicht zutrauen“, sagt Urška Farazin, operative Leiterin des Congresszentrums Zehnerhaus.

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Für das Water & Light Festival wird ordentlich die Werbetrommel gerührt
Für das Water & Light Festival wird ordentlich die Werbetrommel gerührt © KLZ / Julia Schuster

12 Lichtinstallationen, ein Rundweg

Auf einem 4,5 Kilometer langen Rundweg in den beiden Städten gibt es an zwölf Stationen spektakuläre Lichtinstallationen zu bestaunen. Am Hauptplatz von Bad Radkersburg kann man natürlichen Wassergeräuschen und computergenerierten Rhythmen lauschen, das Motiv der Installation wird eine Blase sein – zerbrechlich, vergänglich und zugleich voller Energie. Den Innenhof der Sektkellerei Dom Penine in Gornja Radgona verwandelt der Grazer Künstler OchoReSotto in einen Raum der Erinnerung und der Geschichten, die das Wasser über Jahrhunderte hinweg mitgestaltet hat. Ein Höhepunkt soll die Lichtinstallation in der Parktherme sein: Auf einem Wasservorhang erscheint ein geheimnisvolles digitales Wesen, dessen Bewegungen Wellen, Lichteffekte und Wasserausbrüche auslösen und die Grenze zwischen dem Virtuellen und dem Realen verschwimmen lassen.

Konzipiert wurden die zwölf Kunstinstallationen von sechs internationalen Künstlergruppen, die damit den Blick auf den gemeinsamen Lebensraum zweier Länder schärfen wollen. Es sei aber kein Muss, alle Stationen auf einmal abzuklappern: „Man kann an jeder Station einsteigen und einfach öfter kommen, der Eintritt ist kostenlos“, betont Farazin.

Forschung liefert roten Faden

Auf die Idee gekommen, dass ein solches Festival gut zu Bad Radkersburg passen würde, ist ein erfahrener Kreator einer Werbeagentur, wie die Geschäftsführerin des Zehnerhauses, Doris Salchinger, erklärt. Ähnliche Veranstaltungen gibt es etwa in Brixen oder Murten.

Was in der Kurstadt besonders ist: Die Installationen beruhen auf Forschungsergebnissen aus dem steirisch-slowenischen Raum zu Thermal- und Mineralwasser und Mofetten. Diese wurden aus dem Interreg-Projekt deProfundis „Iz globin / Aus der Tiefe“ gewonnen. Im Zuge dessen wurde kürzlich auch ein sogenanntes Interpretationspolygon an einer Mineralwasserquelle in Gornja Radgona eröffnet, um Gästen die Besonderheit dieser Naturphänomene zu vermitteln. Die Hauptthemen Wasser, Natur und Quellen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Festival. „Wir möchten den Menschen zeigen, dass wir hier von und mit dem Wasser leben“, sagt Salchinger.

Für die Organisation und Umsetzung verantwortlich ist Urška Farazin mit ihrem Team aus Andreja Novak und Gregor Klemencic vom Zehnerhaus. Unterstützung gibt es auch von den beiden Stadtgemeinden sowie vom slowenischen Institut für Naturschutz.

© KLZ / Julia Schuster
Gemeinsam mit Gregor Klemencic (nicht am Bild) sind Urška Farazin und Andreja Novak für die Organisation und Umsetzung des Water & Light Festivals verantwortlich

Festival im Überblick

  • Täglich von 15. bis 25. Oktober 2026, 18 bis 22 Uhr
  • In Bad Radkersburg und Gornja Radgona
  • 12 Lichtinstallationen auf beiden Ufern der Mur von 6 Künstlern
  • Kostenloser Eintritt
  • Kosten: 414.000 Euro Gesamtsumme – 80 Prozent Finanzierung über das Interreg-Projekt deProfundis.
  • Nähere Infos unter waterandlight.at