Gemeinde Assling räumt höchste Klima-Auszeichnung ab
Zum dritten Mal kann man sich im Pustertal über fünf e’s für Energieeffizienz, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität freuen. Auch Dölsach wurde ausgezeichnet.

Tirols Gemeinden treiben die Energiewende voran. Das zeigte die e5-Gala am 6. Oktober, bei der 14 Gemeinden für ihre Leistungen in den Bereichen Energieeffizienz, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität ausgezeichnet wurden. Insgesamt vergab das e5-Programm 49 e’s. Für den Bezirk Lienz fällt die Bilanz äußerst positiv aus: Die Gemeinde Assling bekam die Höchstwertung von fünf e’s – das schaffte heuer sonst nur St. Johann in Tirol. Beide wurden zusätzlich mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet. Die Gemeinde Dölsach reüssierte mit vier e’s.
„Die Energiewende ist eine gemeinsame Aufgabe, bei der jede und jeder einen Beitrag leisten kann und muss. Die e5-Gemeinden zeigen, dass sich konsequentes Handeln auszahlt: Es senkt den Energiebedarf, stärkt die regionale Energieversorgung und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität“, betonte Energielandesrat Josef Geisler (ÖVP). Geisler dankte speziell „den engagierten Menschen dahinter“ und hofft, „dass wir unserem Ziel ‚Tirol 2050 energieautonom‘ Schritt für Schritt näherkommen“.
Gemeindegebäude nutzen erneuerbare Energien
Assling errang die Höchstwertung von fünf e’s bereits zum dritten Mal. „Besonders hervorzuheben ist die vollständige Umstellung aller Gemeindegebäude auf erneuerbare Wärmeversorgung. Seit 2025 wird kein kommunales Gebäude mehr mit fossilen Energieträgern beheizt“, erklärt die Energieagentur Tirol. Gelobt wird auch das vollelektrische Assling Mobil, das seit rund 15 Jahren ein kostengünstiges Mobilitätsangebot für die Bevölkerung bereitstellt. Aktuell treibt die Pustertalgemeinde die Erschließung des Wohngebiets „Sonnenhang 3“ voran. Dort soll sozial verträglicher Wohnraum entstehen, der durch energieeffiziente Bauweise nachhaltig und zukunftsorientiert ist.
Dölsach holt erstmals vier e’s
Die Gemeinde Dölsach wurde erstmals mit vier e’s ausgezeichnet. „Mit ihrer Energiegemeinschaft steigert die Gemeinde den Bezug aus selbst erzeugtem Sonnenstrom und spart dadurch jährlich Energiekosten“, heißt es. Auch mit dem Fußverkehrskonzept und den bereits umgesetzten Elternhaltestellen würde Dölsach wichtige Impulse für sichere und nachhaltige Mobilität setzen. Als nächster Schritt soll das Wegenetz im Ortszentrum weiter verbessert werden, um die Verkehrssituation im Umfeld von Schule und Kindergarten weiter zu entschärfen.
Die diesjährigen Auszeichnungen standen zum dritten Mal im Zeichen eines weiterentwickelten Kriterienkatalogs. Dieser bewertet die tatsächliche Wirkung von Maßnahmen stärker und legt den Fokus auf Projekte mit messbarem Beitrag. Klimaschutz- und Mobilitätslandesrat René Zumtobel (SPÖ): „Die Tiroler e5-Gemeinden zeigen, dass Klimaschutz und Energiewende auf Gemeindeebene vorangetrieben werden können und die Maßnahmen dort besonders rasch wirksam sind. Die Vielfalt und Qualität der Projekte beweist, wie engagiert die Gemeinden die Energie- und Mobilitätswende gestalten und dass Worten auch Taten folgen.“
Über das e5-Programm:
Ziel des e5-Aktionsprogramms – Österreichs Bundes- und Landesprogramm für energiebewusste Gemeinden – ist es, Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter und intelligenter zu nutzen und klimaschonende, erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen. Die Bürger der jeweiligen Gemeinden sollen in die Realisierung der jeweiligen Projekte eingebunden werden.
e5-Gemeinden ernennen Energiebeauftragte und arbeiten in e5-Teams an der strategischen Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele ihrer Gemeinde. Bewertet werden die diese ähnlich dem „Hauben Prinzip“ bei Restaurants: Im Rahmen einer umfassenden externen Evaluierung gibt es alle vier Jahre je nach Umsetzungsgrad der Maßnahmen ein bis fünf e’s.