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Jetzt bekommt auch Gratwein-Straßengel Padel-Plätze

Drei Hobbysportler aus der Gemeinde brennen so für den Trendsport, dass sie nun eine Padel-Anlage in Gratwein-Straßengel bauen.

© Klz / Stefan Pajman
Philipp Schartner, Michael Trettenbrein und Nico Scherz stehen hinter dem Projekt Padelclub 81elf
Andrea Rieger
Redakteurin Ressort Steiermark | Graz

„Ich bin ja eigentlich Fußballer und hatte mit Tennis nie etwas am Hut, aber Padel hat mich von Anfang an total begeistert“, erzählt Philipp Schartner. Dass er zum Spielen nach Graz oder in eine andere Umlandgemeinde fahren musste, wo es bereits Padel-Plätze gibt, hat ihn einfach „angezipft“. „Die Sportart ist mittlerweile so beliebt, ich hab mir gedacht, das gibt’s doch nicht, dass wir bei uns in der Gemeinde keine Plätze haben“, erinnert sich der Techniker.

Andere hätten es vielleicht einfach beim Schimpfen belassen oder ihrem Ärger auf Facebook & Co Luft gemacht. Nicht so Philipp Schartner. Im Sommer 2025 stand er zum ersten Mal bei den Verantwortlichen der Gemeinde auf der Matte. In den letzten Monaten konnte er nicht nur die Gemeinde davon überzeugen, ihm ein Grundstück für den Bau von Padel-Plätzen zu vermieten. Mit Michael Trettenbrein und Nico Scherz, die ebenfalls in Gratwein-Straßengel daheim sind, fand er zwei Mitstreiter, die nun mit ihm den Padelclub 81elf auf die Beine stellen.

Plätze sollen noch heuer eröffnet werden

„Wir haben eine Firma gegründet und bauen jetzt neben dem Tennisclub Judendorf-Straßengel zwei Outdoor-Plätze mit der Option, dass wir auf drei erweitern, wenn es gut läuft“, so Schartner. 180.000 Euro Investitionskosten sind für das Projekt zu stemmen. „Wir möchten, dass man in sechs bis acht Wochen bei uns spielen kann, auf jeden Fall bringen wir die Bauarbeiten so schnell wie irgendwie möglich über die Bühne“, unterstreicht der Initiator. Dass man so kurz vor dem Winter nur Outdoor-Plätze anbieten kann, sorgt den Gratwein-Straßengler nicht. „Ich habe selbst schon den ganzen Winter durchgespielt und einen richtigen Winter mit viel Schnee gibt es eh nicht mehr“, bekräftigt er. Buchen wird man die Plätze mit der Adresse Radweg 2 in Gratwein-Straßengel über die Online-Plattform www.etennis.at können. Sollte der Padelclub 81elf gut laufen, will Schartner den Bau einer Halle zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen.

Keine Sorgen müssen sich übrigens die Fans des Pumptrack machen, der aktuell am Gelände neben dem Tennisclub zu finden ist. Er wird nicht abgebaut, sondern nur am Grundstück so verlegt, damit beide Sportanlagen gut Platz finden. „Bei der Gelegenheit wird der Pumptrack modernisiert“, unterstreicht Schartner.

Padel-Tennis hat sich in den vergangenen Jahren zur Trendsportart entwickelt. Anlagen gibt es mittlerweile nicht nur in Graz - die letzte wurde gerade von Tapedesign in der alten Halle D hinter der Stadthalle eröffnet. In Graz-Umgebung kann man etwa in Kainbach, Hart bei Graz, Raaba-Grambach, Semriach, Deutschfeistritz, Premstätten, Gössendorf und Seiersberg die Schläger schwingen. Die Eishalle Frohnleiten wurde heuer als Multisporthalle wieder aufgesperrt. Neben Padel kann dort nun auch Badminton und Pickleball gespielt werden.

Was ist Padel?

Erfunden wurde Padel in den 1960er-Jahren in Mexiko, von dort kam die Sportart nach Spanien. Früh war sie auch in Portugal, Argentinien und Brasilien verbreitet. Die Sportart kann man am ehesten als eine Mischung zwischen Tennis und Squash bezeichnen.

Regeln und Zählweise sind ähnlich wie beim Tennis. Der Ball darf nur einmal aufspringen. Die Plätze haben Seitenwände, der Ball kann deshalb auch über die „Bande“ gespielt werden.

Gespielt wird mit speziellen Schlägern, deren Schlagflächen viele kleine Löcher haben. Der Ball sieht aus wie ein Tennisball. Geringerer Druck sorgt jedoch dafür, dass der Ball weniger stark aufspringt und so einfacher zu kontrollieren ist.