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55 kleine Schelme übten Streiche im Kleine Zeitung Büro Hartberg

Volksschüler aus Sankt Johann in der Haide übten mit Autorin Karin Ammerer im Büro der Kleinen Zeitung in Hartberg die hohe Kunst der Till-Eulenspiegel-Streiche.

© KLZ / Margot Jeitler
„Wer hat schon mal wen reingelegt?“, wollte Kinderbuchautorin Karin Ammerer von den Volksschülern aus Sankt Johann in der Haide wissen.
Margot Jeitler
Redakteurin Regionalredaktion Hartberg & Fürstenfeld

„Hat jemand von euch irgendwann schon einmal jemanden hereingelegt und einen Streich gespielt?“, wollte Autorin Karin Ammerer zu Beginn ihrer Lesung im Regionalbüro der Kleinen Zeitung in Hartberg von ihrem jungen Publikum wissen.

55 Kinder der zweiten bis vierten Klassen der Volksschule Sankt Johann in der Haide tummelten sich vor ihrem Tisch auf knallroten Sesseln und flauschigen Pölstern am Boden. Die Kleine Kinderzeitung hatte die Schüler anlässlich ihres 15-jährigen Jubiläums eingeladen und so hatte sich die Schar extra durch den Hartberger Frühverkehr gekämpft, um gemeinsam mit Karin Ammerer in phantastische Welten aufzubrechen.

© KLZ / Margot Jeitler
Schüler als Schauspieler: Mutter Eulenspiegel und Till auf dem Pferd – natürlich hatte der Sohnemann wieder Flausen im Kopf

Schultag begann mit Schabernack-Training

Doch wie war das jetzt mit den Streichen? Mit eifrigem Nicken und viel Gelächter gaben die Kinder der Kaindorferin zu verstehen, dass sie sehr wohl schon kleine Experten im Schabernack seien. „Nein!“, stieß Ammerer erst noch ungläubig aus. Denn schließlich hätten ihr doch ihre Unterlagen gesagt, sie habe nicht weniger als die bravsten Klassen des Bezirkes vor sich. „Doch!“, schallte es mit einem langgezogenen „o“ aus dem Auditorium zurück.

Also tauchte man gemeinsam ab in die Welt des größten Streichespielers aller Zeiten: Till Eulenspiegel. Dass dieser schon als Baby den ersten Schabernack trieb und gleich dreimal getauft wurde, ließ die Schülerinnen und Schüler sofort anerkennend nicken. Später schlüpften sie selber in die Rollen aus den Geschichten. Da wurden plötzlich zwei Sessel zu einem Pferd und der Boden zu einem Seil, von dem aus es linke Schuhe auf das Publikum regnete.

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Rund 60 Bücher hat Karin Ammerer bereits verfasst
Rund 60 Bücher hat Karin Ammerer bereits verfasst © KLZ / Margot Jeitler

Ein wichtiges Werkzeug

Zwischendrin gab es sogar Unterricht im Dackelblick, denn schließlich muss diesen jeder beherrschen, der mit seinem Schabernack halbwegs elegant davonkommen will. Minutenlang wurden Schnuten gezogen und treuherzig dreingeblickt. Manche übten noch, während die Könner unter dem Gekicher ihrer Schulkollegen bereits vorzeigten, wie es richtig geht.

„Wir haben ja schon viele Lesungen gehabt, aber das war eindeutig die Krönung“, zeigte sich Sandra Baldauf, Klassenlehrerin der zweiten Klasse, am Ende begeistert. „Super war es!“, lautete auch der Tenor unter den Volksschülern selbst, als sie mit großen Augen in ihre Geschenksäckchen blickten und sich in Zweierreihen für den Rückweg nach Sankt Johann anstellten.

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Die Kinder übten hoch konzentriert den Dackelblick
Die Kinder übten hoch konzentriert den Dackelblick © KLZ / Margot Jeitler

Mit im Gepäck hatten sie da schon eine kleine literarische Wegzehrung, die Eva Maria Reisinger, Leiterin der Kleinen Kinderzeitung, für die Kinder vorbereitet hatte. Darin fand sich Karin Ammerers jüngster Band aus der Schnüffel-Junior-Reihe mit vier neuen Detektiv-Geschichten unter dem Titel „Aufregung im Fußballstadion und andere sportliche Fälle“. Und damit das Schelm-Training des frühen Morgens nicht allzu schnell verpufft, gab es noch „Mein großes Witzebuch“ der Kleinen Kinderzeitung mit dazu.