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Villacher Jugendteam tritt bei Robotik-Bewerb in Südkorea an

Villacher Schüler und Lehrlinge treten bis Samstag, 10. Oktober, in Südkorea bei einem internationalen Robotikbewerb an. Mit ihrem Roboter „Arnie“ kämpfen sie um wertvolle Punkte.

Mehrere Personen im gleichen T-Shirt und teilweise mit rot-weiß-roten Hüten stehen vor einer Wand, auf der „First Global“ steht
© KK/Privat
Fünf Schüler und Lehrlinge aus Villach rittern mit ihrem Roboter „Arnie“ um den Sieg in Südkorea
Klaus Steiner
Regionalbüro Villach

Am heutigen Mittwoch, 7. Oktober, fiel im südkoreanischen Incheon der Startschuss für die „First Global Challenge“. Jugendliche aus 190 Nationen kamen zur Eröffnungszeremonie zusammen – mittendrin das österreichische Team aus Villach. Schüler der HTL Villach und Lehrlinge von Lam Research treten mit ihrem selbst gebauten Roboter „Arnie“ für Österreich an. Der Wettbewerb läuft noch bis kommenden Samstag.

Hinter dem Auftritt in Südkorea liegen intensive Wochen. Viel Zeit blieb dem Team nicht, denn der vorgeschriebene Roboterbausatz traf erst Ende August ein. „Wir haben ein bisschen Stress gehabt, weil wir das Kit spät bekommen haben“, erzählt Stefan Mitterdorfer, Professor an der HTL Villach, der die Jugendlichen gemeinsam mit Stefanie Astner von Lam Research als Mentoren begleitet und betreut. Die Jugendlichen mussten deshalb auch in den Ferien arbeiten. Selbst in Incheon wurde in den vergangenen beiden Tagen noch geschraubt und programmiert. „Wir haben versucht, das Ganze so gut wie möglich hinzubekommen.“

Die Jugendlichen und ihre Mentoren hatten in Südkorea noch einiges an Arbeit vor sich, ehe die offizielle Eröffnung der „First Global Challenge“ gefeiert werden konnte
© KK/Privat
Die Jugendlichen und ihre Mentoren hatten in Südkorea noch einiges an Arbeit vor sich, ehe die offizielle Eröffnung der „First Global Challenge“ gefeiert werden konnte

Wochenlang wurde am Roboter gearbeitet – jetzt kommt er zum Einsatz

Zum Team gehören Luca Millonig, Simon Rechberger, Vladyslav Miniv, Vincent Winkler und Jason Puschnig. Die Aufgaben reichen vom Bau der Mechanik über die Programmierung bis zur Entwicklung der Wettkampfstrategie.

Die Aufgabe beim Bewerb ist bewusst spielerisch gestaltet. Zu Beginn jedes zweieinhalb Minuten langen Durchgangs werden 500 orange Schaumstoffbälle auf einem sieben Mal sieben Meter großen Spielfeld verteilt. „Arnie“ muss möglichst viele davon einsammeln und in ein rund zwei Meter hohes Ziel schießen. Am Ende soll sich der Roboter außerdem an einer Stahlstrebe nach oben bewegen. Je besser das gelingt, desto mehr Punkte gibt es.

„Arnie“ besteht aus über 5000 Teilen und einer eigens programmierten Software
© KK/privat
„Arnie“ besteht aus über 5000 Teilen und einer eigens programmierten Software

Teamkommunikation und Austausch im Vordergrund

Doch bei der „First Global Challenge“ geht es nicht nur darum, andere Nationen zu schlagen. Für Mitterdorfer zählt besonders das Miteinander. Die gegnerischen Teams werden in den einzelnen Durchgängen immer wieder neu zusammengestellt. „Man hilft anderen Teams auch entsprechend weiter, wenn deren Roboter überhaupt nicht funktioniert“, sagt er. Kommunikation und Zusammenarbeit seien deshalb mindestens ebenso wichtig wie die Technik, im eigenen Team und im Austausch mit anderen.

Bis Samstag stehen nun die Bewerbe auf dem Programm, dann folgt das Finale. Am Sonntag geht es für das Villacher Team wieder zurück nach Österreich. Und in Villach heißt es bis dahin: Daumen drücken für das junge Team.