Land lehnt Pernegger Wunsch zur Schulsprengeländerung ab
Die Pernegger Kinder bleiben in ihrem jetzigen Schulsprengel und müssen weiterhin in Bruck zur Schule gehen. Für das Land Steiermark ist das Verfahren abgeschlossen.
Die Geschichte rund um den beabsichtigten Schulsprengelwechsel der Gemeinde Pernegg an der Mur ist nun nicht nur um ein Kapitel, sondern auch um ein Ende reicher. Das Verfahren gilt beim Land Steiermark als abgeschlossen. Die Pernegger Kinder gehören, zumindest was den Sprengel betrifft, weiterhin nach Bruck in die Mittelschule und nicht nach Frohnleiten, wie zuletzt in einem offenen Brief gefordert. Damit folgt das Land der Empfehlung der Bildungsdirektion.
Auf Anfrage der Kleinen Zeitung erklärt Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ): „Die Sprengelgemeinden konnten untereinander keinen Konsens über eine Änderung des Schulsprengels herstellen. Deshalb und weil in der Stadtgemeinde Bruck die Sanierung des Schulgebäudes bevorsteht, wurde dem Ansinnen nicht nachgekommen.“
Wunsch der Eltern nicht berücksichtigt
Bekanntermaßen wird die Brucker Mittelschule in den nächsten Jahren um einige Millionen Euro generalsaniert. Pernegg, das mit der Sprengeländerung mehrmals betont dem Wunsch der befragten Eltern nachkommen wollte, muss mit dem Sprengelverbleib bei der Sanierung mitzahlen. Die Absage vom Land nimmt man enttäuscht zur Kenntnis. „Wir sind froh, dass es jetzt endlich eine Entscheidung gibt und akzeptieren diese auch. Leider wurde aber weder die Lebensrealität noch der eindeutige Wunsch der Eltern berücksichtigt“, so Perneggs Bürgermeisterin Eva Schmidinger (ÖVP).
Ihr Amtskollege in Frohnleiten, Johannes Wagner (ÖVP), schlägt in eine ähnliche Kerbe und sagt: „Bei den Argumenten der Bildungsdirektion kann man von einer klaren Themenverfehlung sprechen. Das geht an der gelebten Praxis klar vorbei und ignoriert den Wunsch der betroffenen Eltern.“
Bezüglich dieser gelebten Praxis hält Hermann fest: „Es besteht jederzeit die Möglichkeit, dass Kinder sprengelfremd – nach Genehmigung der Wohnsitzgemeinde – eine andere Schule besuchen können. Dies geschieht ja jetzt bereits.“ Betreffend der Gastschulbeiträge könnten sich die Gemeinden ob der Höhe der zu leistenden Beträge ohnehin untereinander einigen.
In Pernegg werde man nun aber genauer hinsehen müssen, wenn Eltern den Antrag einreichen, ob ihre Kinder in Frohnleiten zur Schule gehen können. „Irgendwann wird das auch zur Kostenfrage“, so Schmidinger. Man bezahle ja auch den Sprengelbeitrag an Bruck.
Für Bruck war und ist die Sache gegessen
Auf Seiten der Kornmesserstadt zeigt sich Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger (ÖVP) über die neuerliche öffentliche Diskussion zum möglichen Schulsprengelwechsel der Pernegger Kinder jedenfalls überrascht. „Wir haben die Empfehlung der Bildungsdirektion zur Kenntnis genommen und uns darüber gefreut. Für uns war damit davon auszugehen, dass die Angelegenheit auf fachlicher Ebene beurteilt und entsprechend abgeschlossen ist.“ Gleichzeitig betont Kaltenegger, dass mit der Nachbargemeinde Pernegg und Frohnleiten ein gutes und konstruktives Einvernehmen besteht.