Triebener Mutter kämpft weiter für diabeteskranke Kinder
Nachdem sie erfolgreich eine Kindergartenassistenz für Sohn Jayden erreicht hat, setzt sich Bianca Rohrer mit einer Petition weiter für die Betreuung von Kindern mit Typ-1-Diabetes ein.
Ein langer Atem war nötig, letztendlich hat sich Bianca Rohrers Kampf aber gelohnt. Ihr Sohn Jayden hat Diabetes Typ 1, eine 1:1-Betreuung im Kindergarten stand ihm aber wegen einer Gesetzeslücke nicht zu (wir berichteten). Im Juni kam dann die positive Nachricht: Das Landesverwaltungsgericht entschied, dass an Diabetes erkrankte Kinder entgegen der Behördenpraxis sehr wohl einen Anspruch auf eine Kindergartenassistenz haben. „Seit Jayden seine 1:1-Betreuung hat, ist er im Kindergarten richtig aufgeblüht“, erzählt Rohrer, die ihren Sohn früher jeden Tag persönlich im Kindergarten betreute.
Ihr Kampf ist aber noch nicht zu Ende: „Unser Ziel ist eine klare, fixe Regelung, damit betroffene Familien nicht jedes Mal aufs Neue um die notwendige Unterstützung ansuchen müssen.“ Bereits im März startete die Mutter aus Trieben eine Unterschriftenaktion, an der sich mehr als 4700 Personen beteiligten. Vergangene Woche war es so weit, gemeinsam mit Hubert Reininger von der Hilfsorganisation „Diabär“ und dem Triebener Bürgermeister Klaus Herzmaier übergab sie die Petition an Landtag und Landesregierung.
„Schritt in die richtige Richtung“
Kurz vor der Übergabe hat das Land eine Weisung an die Bezirkshauptmannschaften herausgegeben: „Darin wird klargestellt, dass bei Kleinkindern mit Typ-1-Diabetes Anträge auf eine individuelle Betreuungsperson nicht mehr pauschal abgelehnt werden dürfen“, erklärt Rohrer. Stattdessen müsse jeder einzelne Fall geprüft und der individuelle Bedarf festgestellt werden.
Für Rohrer ein Schritt in die richtige Richtung, trotzdem will sie weiter dranbleiben: „Wir wollen erreichen, dass die Kindergartenassistenz fix in das Schulassistenzgesetz eingebunden wird.“ Denn so wäre der Anspruch auf 1:1-Betreuung klar und langfristig geregelt. „Mir ist bewusst, dass das noch dauern wird, aber ich habe einen Sturschädel und werde nicht aufgeben.“