Drei Tage lang dreht sich in Ebersdorf alles um Naturgefahren
Unter dem Motto „Stürmische Zeiten: Gewitter, Wind und ihre Auswirkungen“ tagt die Naturgefahrentagung in der Ökoregion Kaindorf. Zentral werden Vorsorge und Anpassung sein.

Extreme Stürme, heftige Gewitter mit lokal starken Überflutungen oder die Dürre des vergangenen Sommers haben gezeigt, dass extreme Wetterereignisse immer häufiger werden und auch vor der Region nicht Halt machen. Unter dem Motto „Stürmische Zeiten: Gewitter, Wind und ihre Auswirkungen“ findet daher die Naturgefahrentagung 2026 in Ebersdorf statt. Dabei werden nicht nur die Auswirkungen des Extremwetters im Fokus stehen, sondern auch konkrete Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung vorgestellt, unter anderem im Rahmen einer Exkursion.
„Heuer war es die Dürre, vor zwei Jahren der wilde Sturm. Es wird vermutlich jährlich irgendein extremes Wetterereignis auf uns zukommen“, ist Margit Schlagbauer, Geschäftsführerin der Ökoregion Kaindorf, überzeugt. Dass es ihr gelungen ist, die Tagung, die jedes Jahr in einem anderen Bundesland stattfindet, dieses Mal in die Oststeiermark zu holen, freut sie besonders. „Es wird nicht nur darum gehen, wie sich Gemeinden oder Einsatzkräfte rüsten können, sondern auch darum, wie innerhalb der Bevölkerung Bewusstseinsbildung gelingen kann“, betont sie. Dabei gehe es um konkrete Fragen, beispielsweise was man selber beitragen könne, wie man sich auf eine Überschwemmung vorbereiten oder beispielsweise sein Haus bei einem Neubau ausrichten solle. Speziell sollen aber auch Forst- und Landwirte mit ins Boot geholt werden. „Je mehr Bäume und Sträucher zwischen Feldern gepflanzt werden, umso besser wird das Kleinmikroklima“, fällt Schlagbauer sofort ein Beispiel ein, das auch bei der Tagung diskutiert werden soll.
Katastrophenschutz-Raupe
Die Teilnehmer erwartet somit ein abwechslungsreiches Programm, bei dem auch zahlreiche Experten anwesend sein werden. Anmelden dazu kann sich jeder Interessierte, auch tageweise. Neben dem Austausch, Podiumsdiskussionen oder Exkursionen, wird es auch eine Vorführung der neuen Katastrophenschutz-Raupe der Feuerwehren Kaindorf und Obertiefenbach geben. Sie ermöglicht es, Geräte zu überschwemmten Kellern zu bringen, wo kein Fahrzeug hinkommen würde. „Ohne Raupe müsste alles händisch erledigt und hingebracht werden“, weiß die Ökoregion-Geschäftsführerin und resümiert: „Wir wollen mit der Tagung genau dort ansetzen, wo Gemeinden heute Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels brauchen.“

Naturgefahrentagung 2026
Die Naturgefahrentagung findet von 12. bis 14. Oktober in Ebersdorf statt.
Dazu lädt die Österreichische Plattform für Katastrophenrisikominderung gemeinsam mit ihren Veranstaltungspartnern GeoSphere Austria, Ökoregion Kaindorf und Grazer Wechselseitige Versicherung ein.
Nähere Informationen zur Tagung gibt es unter oekoregion-kaindorf.at.
Gesprächspartner werden unter anderen Andreas Schaffhauser von der GeoSphere Austria, Lisa Humer vom Klima- und Energiefonds, Agrarlandesrätin Simone Schmidtbauer, Rainer Dunst von der Ökoregion Kaindorf oder einige Bürgermeister wie Werner Schwab aus Sölk oder Robert Stelzer aus Gasen sein.