Kärntner Hotel sperrt unter neuem Eigentümer wieder auf
Die ungarische Hotelkette „Hilaris Hotels“ betreibt ab sofort das Sporthotel Heiligenblut, ab 18. Dezember ist es buchbar. Auch Boutiquehotel ist geplant.

Am Fuße des Großglockners tut sich wieder etwas. Das Sporthotel Heiligenblut, das zuletzt von der ungarischen Hotelkette Hunguest betrieben wurde, soll nach einer mehrjährigen Schließphase erstmals unter einem neuen Eigentümer wieder für Gäste geöffnet werden.
Wie jetzt erst bekannt wurde, hat die „APR Heilingen Holding Kft“ mit Sitz in Budapest das 200-Betten-Hotel laut aktuellem Grundbuchsauzug bereits Ende Oktober 2025 gekauft. Hinter diesem Unternehmen steht der bekannte Ungar Péter Zentai, Gründer und Eigentümer der wachsenden internationalen Hotelkette Hilaris Hotels. Sie betreibt unter anderem auch das Landhotel Post in Heiligenblut sowie das 4-Sterne-Hotel Relax Resort Kreischberg. Mittlerweile gehören zur Hilaris-Gruppe mehr als 25 Hotels in Ungarn, Österreich, Italien, Kroatien und Frankreich.
Das Sporthotel Heiligenblut wird auf der Homepage seit Kurzem als Hotel der Hilaris-Gruppe geführt. Ab 18. Dezember, mit Saisonbeginn, soll das Hotel buchbar sein. Details, wie etwa zu Wiedereröffnung, Plänen oder Investitionssummen, will man vonseiten der Hotel-Geschäftsführung auf Anfrage der Kleinen Zeitung derzeit nicht nennen.
„Hilaris weiß, wie man Betten füllt“
Laut Bürgermeister Martin Lackner (ÖVP) habe der neue ungarische Eigentümer das Sporthotel Heiligenblut gekauft, um sein Portfolio um Hotels in Bergdestinationen zu erweitern. „Die Wiedereröffnung von Heiligenbluts größtem Hotel ist enorm wichtig für die wirtschaftliche Rentabilität im Ort. Die ganze Infrastruktur profitiert davon, darunter nicht nur das Skigebiet, sondern auch Restaurants und Kaffeehäuser“, sagt der Ortschef.
Die Wiedereröffnung von Heiligenbluts größtem Hotel ist enorm wichtig für die wirtschaftliche Rentabilität im Ort.
— Martin Lackner (ÖVP), Bürgermeister von Heiligenblut
Laut Tourismusverbands-Obmann Erhard Trojer ein wichtiger touristischer Impuls vor allem hinsichtlich der anstehenden Wintersaison, die ebenso am 18. Dezember startet. Wie berichtet hatten die Großglockner Bergbahnen immer wieder mehr Betten gefordert, um den Skibetrieb nachhaltig zu sichern. „Für die Bergbahnen ist es ein wichtiger Frequenzbringer, 200 Betten mehr fallen da schon ins Gewicht. Die Hilaris-Gruppe bringt auch viel Know-How mit. Sie weiß, wie man die Betten füllt“, sagt Trojer. Michael Seitlinger von der Großglockner Bergbahnen Touristik GmbH zeigt sich ebenso optimistisch: „Wir rechnen im heurigen Winter mit einem Besucherplus, unter anderem aufgrund der zusätzlichen Betten.“
Wie Tourismusverbands-Obmann Erhard Trojer verrät, ist die Wiedereröffnung des Sporthotels aber nicht der einzige touristische Impuls für Heiligenblut. Annette und Josef Plössnig vom „Chalet Waldhäusl“ haben das alte Haus „Klinar“ im Ort gekauft und wollen dieses zu einem Boutiquehotel umbauen. Details dazu wollen sie auf Anfrage der Kleinen Zeitung noch nicht nennen. Auf der Homepage wird die Eröffnung der Boutiquezimmer und weiterer Chalet Ferienwohnungen für 2027/2028 angekündigt.