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So viel kann man in Osttirol bei den Saisonpässen sparen

Von Ski)hit bis Snow Card: Der Vorverkauf der Jahres- und Saisonkarten läuft auf Hochtouren. Die Kleine Zeitung zeigt, welches Angebot sich besonders lohnt.

Ein Skifahrer auf einer Piste in Osttirol
© KK / Andi Frank
In Osttirols Skigebieten wird es voraussichtlich ab dem 5. Dezember auf die Bretter gehen
André Schmidt
Redakteur Regionalredaktion Osttirol

74 Euro kostet heuer die teuerste Tageskarte in einem Osttiroler Skigebiet. Genauer gesagt am Lienzer Zettersfeld und in den drei Resorts der Schultz Gruppe (Sillian-Hochpustertal, St. Jakob im Defreggen und Kals-Matrei). So viel wie noch nie – die Kleine Zeitung hat berichtet. Wenig verwunderlich, auch die Mehrtages- und Saisonkarten sind teurer geworden. „Vor allem die Energiepreise sind nach wie vor große Kostentreiber“, begründet Maximilian Schultz, Geschäftsführer der Familiendynastie, die Teuerung. Mario Tölderer, Vorstand der Lienzer Bergbahnen AG, ergänzt: „Beim Diesel haben wir inzwischen eine Steigerung von über hundert Prozent. Und die Kosten für das Material sind extrem gestiegen.“ Auch hat man hüben wie drüben investiert, etwa in eine neue Pumpstation in Kals oder in die Beschneiung des Mittelhangs am Zettersfeld.

Die gute Nachricht für alle Pistenfans: Wer regelmäßig auf den Brettern stehen will und jetzt vorausdenkt, kann sparen. Überall ist der Vorverkauf der Saisonpässe angelaufen. Mit teils kräftigen Rabatten, von denen speziell Familien profitieren.

Ein Jahr Spaß mit Ski)hit Osttirol

Der Ski)hit der Schultz Gruppe ist ein Hit für alle, die gerne durch mehrere Osttiroler Areale wedeln einen Ausflug nach Oberkärnten nicht scheuen und die Aufstiegshilfen auch im Sommer nutzen. Die Saisonkarte gilt ab dem 1. September bis zum 31. August 2027 in den Gebieten Sillian, St. Jakob und Kals-Matrei sowie bei den Ankogelbahnen in Mallnitz und auf dem Mölltaler Gletscher mit Saisonstart Ende Oktober. Achtung: Bei den Wintermehrtages- und Wahlkarten sind auch Lienz, Kartitsch und Obertilliach dabei, beim Jahrespass nicht. Im Vorverkauf bis zum 15. Dezember kostet der Ski)hit-Spaß für Erwachsene ohne Ermäßigung 790 Euro. Ab 16. Dezember sind es 845 Euro. Die Jahreskarte für ein Kind schlägt aktuell mit 390 Euro zu Buche, wobei auch Jugendliche bis Jahrgang 2008 als Kind gelten – löblich.

Das Skiressort Sillian-Hochpustertal gilt als eines der schönsten in ganz Österreich für Familien
© Ski)hit
Das Skiressort Sillian-Hochpustertal gilt als eines der schönsten in ganz Österreich für Familien

Familien- und Partnerpakete gibt es ebenso. Als Beispiel: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zahlt im Vorverkauf 1770 Euro, später sind es 1890 Euro – 120 Euro mehr. Übrigens: Jedes weitere Kind fährt beim Ski)hit gratis. Das gilt auch für alle Kleinen, die nach 2020 geboren sind. Bestellbar sind die Karten per E-Mail oder Telefon. Extra geöffnet für den Vorverkauf hat die Kassa der Matreier Goldried Bergbahnen am 23. Oktober (14 bis 17 Uhr), am 24. Oktober (9 bis 12 Uhr), am 25. Oktober (14 bis 17 Uhr) sowie am 30. Oktober (9 bis 12 Uhr). Im Sporthotel Sillian sind die Saisonkarten bis einschließlich 1. November erhältlich.

Sparen bei der Bergerlebnis Card Lienz

Wer sein Skiherz „nur“ in der Bezirkshauptstadt verloren hat, dürfte bei der Bergerlebnis Card der Lienzer Bergbahnen richtig sein. Der Clou ist ebenfalls, dass man die Lifte auch im Sommer respektive am Hochstein bis in den Herbst hinein nutzen kann. Die Radmitnahme für den Bikepark sowie eine Fahrt mit dem „Osttirodler“ sind nicht inkludiert. Im Winter stehen die frisch ausgebauten Pisten am Zettersfeld parat. Erwachsene ohne Ermäßigung sind im Vorverkauf mit 629 Euro dabei, ab dem 16. Dezember werden 662 Euro fällig. Bei der „Beispielfamilie“ mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern (sechs bis 18 Jahre) kommen aktuell 1744 Euro im Paket zusammen, später sind es 1976 Euro. In Lienz spart man in dem Fall also 232 Euro.

Auch mit Partys – hier rockt Florian Andreas – will das Lienzer Zettersfeld locken
© LBB / Moser
Auch mit Partys – hier rockt Florian Andreas – will das Lienzer Zettersfeld locken

Neben den Familien- gibt es Partner- und sogar Enkelpakete. „Wir sehen, dass es immer mehr Großeltern gibt, die im Winter gerne mit ihren Enkeln Ski fahren, im Sommer mal zur Moosalm wollen“, so Bahnen-Chef Tölderer. Wer im Vorverkauf zuschlägt, bekommt übrigens noch die Gratisnutzung des Parkplatz Faschingalm on top.

Aktuelles zum Skifahren in Osttirol und Oberkärnten:

Fragezeichen beim Sportpass Lienz

Viele Jahre lang war der Sportpass Lienz bei Familien in und rund um Lienz gesetzt. Er gilt vom 1. November bis zum 31. Oktober. Benutzt werden dürfen sommers wie winters alle Aufstiegshilfen der Lienzer Bergbahnen. Dazu sind Eintritte ins Dolomitenbad (Frei- und Hallenbad, keine Sauna) und zum Tristacher See gratis. Auch das Museum Schloss Bruck ist inkludiert wie die marode Eislauffläche an der Pustertaler Straße. Doch obwohl die Talbodengemeinden bei Schulkindern zwischen rund 50 und 125 Euro dazusteuern (was aber auch für andere Verbundpässe gilt), wird die einstige „Pflichtinvestition“ zum Auslaufmodell. Über 2500 verkaufte Sportpässe waren es im Jahr 2023, im Vorwinter dürften es rund 1000 weniger gewesen sein. Der Grund: Mit 685 Euro für Erwachsene, 515 Euro für Schüler, Studenten, Lehrlinge etc sowie 325 Euro für Volksschüler war das Angebot schon da vielen nicht mehr attraktiv genug.

Die Preise für heuer stehen noch nicht fest. Sie werden Gegenstand der kommenden Gemeinderatssitzung in Lienz sein. Was zu erwarten ist? Eine erneute Preissteigerung und eine erneut hitzige Debatte in der Lieburg.

845 Pistenkilometer beim Kärntner Skipass

Im Gegensatz zu den vorab vorgestellen Jahreskarten gilt der Kärntner Skipass nur im Winter. Mit dem Pass stehen die Schranken von 24 Skiresorts in Kärnten offen. Dazu kommen sieben in Osttirol: Lienz, Sillian, St. Jakob, Kals-Matrei, Obertilliach, Kartitsch und – erstmals – Prägraten. Üppige 845 Pistenkilometer zählt man auf. Hier gilt es, schnell und digital zu sein, der „Online-Super-Vorverkauf“ läuft nur noch bis zum 1. November. Parallel ist der normale Vorverkauf an den Kassen gestartet. Dieser geht bis zum 8. Dezember, zu höheren Tarifen. Im Super-Vorverkauf zahlt eine erwachsene Person unermäßigt 814 Euro. Im klassischen Vorverkauf sind es 840 Euro, im Normalverkauf ab dem 9. Dezember 884 Euro.

Wird dank vergleichsweise fairer Preise in Osttirol immer beliebter: der Kärntner Skipass. Er gilt aber nur im Winter
© Kärtner Skipass
Wird dank vergleichsweise fairer Preise in Osttirol immer beliebter: der Kärntner Skipass. Er gilt aber nur im Winter

Anders als in Lienz und bei der Familie Schultz unterscheiden die Kärntner in Kinder (sechs bis 14 Jahre) und Jugendliche (15 bis 18 Jahre). Unsere Beispielfamilie ist mit zwei Erwachsenem, einem Kind und einem Jugendlichen aufgestellt. Für dieses Paket sind günstigstenfalls 1987 Euro aufgerufen. Im Normalverkauf steigt der Preis auf 2156 Euro, die Ersparnis liegt bei 169 Euro.

Für Hardcore-Skifans: Snow Card Tirol

Fünf Gletscher und über 90 Gebiete in ganz Tirol offeriert die Snow Card Tirol. Acht davon sind in Osttirol gelistet, darunter aber der im Winter nun im dritten Jahr stillgelegte Hochstein. Übrig bleiben dieselben sieben wie beim Kärntner Skipass. Das Tiroler Pendant ist jedoch viel teurer. Im Vorverkauf bis zum 31. Oktober zahlen Erwachsene 1080 Euro, Jugendliche und Menschen mit Behinderung 658 Euro, Kinder (2011–2020) 367 Euro. Pakete führen die Tiroler nicht. In der Beispielrechnung eräbe sich für eine Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem Jugendlichen ein Gesamtpreis von 2105 Euro im Vorverkauf. Verglichen mit den regulären Tarifen, ein „Schnäppchen“. Die würden sich auf 2821 Euro summieren. Für einen Winter.