Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Politiker pöbelte: Sponsor von Fußballverein zieht sich zurück

Sponsor von Fußballdressen wurde von einem SPÖ-Politiker am St. Veiter Wiesenmarkt angepöbelt. Partei bestätigt Vorfall und bedauert das Verhalten zutiefst.

Das Bild zeigt ein Banner vom SC St. Veit vor der Arena
© KLZ/Grimschitz
Nachdem ein SPÖ-Politiker pöbelte, gibt es kein Sponsoring für die Nachwuchsmannschaft der U10

Ein Facebook-Posting sorgt derzeit für ziemlichen Aufruhr in St. Veit. Ein Unternehmer wollte der Nachwuchsmannschaft des SC St. Veit neue Fußballdressen sponsern. Am Wiesenmarkt ereignete sich jedoch ein Vorfall, den er so nicht stehen lassen möchte.

Auf Facebook postete der Unternehmer folgendes: „Ein SPÖ-Gemeinderat der Stadtgemeinde St. Veit sprach mich auf das Sponsoring an – allerdings nicht auf eine respektvolle Weise, sondern von oben herab. Ich wurde direkt angepflaumt, warum die Dressen denn noch nicht gekauft seien und bis dato nichts geschehen sei. Ruhig und sachlich erklärte ich ihm, dass sich vom Verein schlichtweg noch niemand bei mir gemeldet hat, um die Formalitäten abzuklären, sobald das passiert, kann der Kauf aber selbstverständlich über die Bühne gehen“, ist zu lesen. Doch die Schilderung geht noch weiter: „Was danach folgte, war ein völlig inakzeptables und pöbelhaftes Verhalten – sowohl mir persönlich als auch meiner Firma gegenüber. Ein Dress war plötzlich nicht mehr genug, direkt wurden zwei gefordert, begleitet von abfälligen Bemerkungen nach dem Motto: nüchtern bekäme man den Mund nicht auf, aber im Rausch erfahre man die Wahrheit.“

Die Konsequenz: Der Unternehmer, der selbst einmal SPÖ-Gemeinderat von St. Veit war, wird nach diesem Vorfall die Dressen nicht mehr sponsern. „Ich mache diesen Vorfall bewusst öffentlich, weil es Grenzen gibt. Wer in der Öffentlichkeit steht und Verantwortung trägt, sollte sich auch dementsprechend verhalten. Die Leidtragenden sind am Ende leider die Kinder – und das ist das eigentlich Traurige an diesem Abend.“ Auf Anfrage der Kleinen Zeitung will er dazu nichts mehr sagen, jedoch ist die Sache mit einer Entschuldigung aus seiner Sicht nicht abgetan.

Ein Screenshot des Postings
© KK/Posting
Ein Screenshot des Postings

Mandatar hat sich entschuldigt

Die Stadtpartei der SPÖ bestätigt den Vorfall. „Ich habe schon mit dem angesprochenen Mandatar geredet. Er hat sich bereits beim Unternehmer entschuldigt und bedauert sein Verhalten zutiefst“, erklärt Clemens Mitteregger, stellvertretender Stadtparteiobmann der SPÖ St. Veit: „Jedoch möchte ich klarstellen, dass die Kinder und der Verein nach diesem Vorfall nicht leiden werden. Auch wenn die Dressen vom Unternehmen nicht gesponsert werden, gibt es bereits eine finanzielle Lösung. Die Dressen werden somit in den kommenden Tagen bestellt.“ Wie lange die Lieferzeit dauert, kann Mitteregger nicht sagen.

Sportverein möchte sich dazu noch nicht äußern

„Wir wissen noch nicht, wer der besagte Politiker ist. Wir wollen aber die Sachlage zuerst eruieren und mit beiden sprich unserem Sponsor und dem Mandatar reden. Deshalb können und wollen wir uns dazu noch nicht äußern“, erklärt der Kassier vom SC St. Veit Wolfgang Robitschko.