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Überraschende Wende bei insolventem steirischen Traditionsbetrieb

136 Jahre Firmengeschichte: Bei der Alpenländischen Schilderfabrik Gebell könnte es doch noch weitergehen. Finanzierung vorerst gesichert, Masseverwalter spricht von regem Interesse an Fortführung.

Im September meldete die Alpenländische Schilderfabrik Insolvenz an
© Adobe Stock
Im September meldete die Alpenländische Schilderfabrik Insolvenz an
Markus Zottler
Stv. Leiter Wirtschaft

Gegründet 1890 in Graz und über Jahrzehnte eine bekannte Nummer in Sachen Herstellung von Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen oder Schildern für Gemeinden und Städte: die Alpenländische Schilderfabrik Gebell, zuletzt mit Sitz in Feldkirchen, galt am Wirtschaftsstandort Steiermark als Institution.

Mitte September kam es schließlich zur Hiobsbotschaft. Ein Konkursverfahren wurde eröffnet, eine Sanierung des Unternehmens, so hieß es damals, sei nicht geplant.

„Wir produzieren voll“

Nun stellt sich die Situation aber wieder anders dar, von einer „überraschenden Wende“ ist gar die Rede. Denn wie Masseverwalter Norbert Scherbaum der Kleinen Zeitung schildert, gibt es reges Interesse an einer Fortführung. Eine Überbrückungslösung sei bereits sichergestellt, zumindest bis Ende Oktober sei die Finanzierung gesichert.

„Wir produzieren voll, mit allen 24 Beschäftigten. Wir nehmen Aufträge an und stellen Anbote“, sagt Norbert Scherbaum. Darüber hinaus, so der Masseverwalter, schaue es „sehr gut aus, dass das Unternehmen von jemandem übernommen wird“. Namen könne er allerdings noch keine nennen.

Masseverwalter Norbert Scherbaum
© Scherbaum/Jungwirth
Masseverwalter Norbert Scherbaum