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Nach 136 Jahren steht die Alpenländische Schilderfabrik vor dem Aus

Grazer Traditionsunternehmen mit Sitz in Feldkirchen in Konkurs. 25 Dienstnehmer sind betroffen. Die Schilderfabrik war durchgängig in der Hand der Familie Gebell.

Die Schilderfabrik mit Sitz in Feldkirchen ist in Konkurs
© stock.adobe.com/Boris Zerwann
Die Schilderfabrik mit Sitz in Feldkirchen ist in Konkurs

Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell mit Sitz in Feldkirchen bei Graz steht vor dem Aus. Die Gläubigerschutzverbände AKV und KSV1870 berichten am Donnerstag, dass am Landesgericht für Zivilrechtssachen ein Konkursverfahren eröffnet wurde und eine Sanierung des Unternehmens nicht beabsichtigt werde.

Bei der Alpenländischen Schilderfabrik handelt es sich um ein Traditionsunternehmen. Gegründet wurde es 1890 in Graz, über Jahrzehnte war es auf die Herstellung von Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen sowie Schildern für Gemeinden, Städte, öffentliche Auftraggeber und Unternehmen spezialisiert. Seit Beginn befindet sich die Schilderfabrik im Eigentum der Familie Gebell. Peterheinz Gebell (1935 – 2018), Sohn des Firmengründers, übernahm sie 1965, in der Öffentlichkeit machte sich Gebell aber weniger als Unternehmer denn als streitbarer ÖVP-Lokalpolitiker (unter anderem war er Chef des städtischen Wirtschaftsbundes) einen Namen. Die operative Führung der Schilderfabrik übergab Gebell 1999 seinen Nachkommen.

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Peterheinz Gebell führte die Alpenländische Schilderfabrik von 1965 bis 1999
Peterheinz Gebell führte die Alpenländische Schilderfabrik von 1965 bis 1999 © Melbinger

Die Insolvenz führen die aktuellen Eigentümer auf rückläufige Umsätze in den vergangenen beiden Jahren zurück, heißt es von AKV und KSV. Kosten konnten nicht an die rückläufige Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die lange Betriebszugehörigkeit eines Großteils der Belegschaft – 25 Dienstnehmer sind betroffen – habe zu hohen Personalkosten geführt.

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 1,7 Millionen Euro beziffert, die Aktiva mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Von der Insolvenz sind 65 Gläubiger betroffen.