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Altes Stellwerk in Arnoldstein wird doch keine Blackout-Zentrale

Ein Kaufansuchen der SPÖ an die ÖBB für das ehemalige Stellwerk in Arnoldstein wurde abgelehnt. Nun sollen bestehende Standorte weiterentwickelt werden.

Seitliche Vogelperspektive eines flachen Gebäudes neben einem Gleis, davor steht ein Lieferwagen
© KLZ/Klaus Steiner
Das ehemalige Stellwerkgebäude der ÖBB bleibt in deren Besitz, dadurch wird nichts aus dem Plan, dort eine zentrale Blackout-Anlaufstelle zu schaffen
Klaus Steiner
Regionalbüro Villach

Aus dem geplanten Blackout-Leuchtturmprojekt in Arnoldstein wird vorerst nichts. Bürgermeister Reinhard Antolitsch (SPÖ) informierte im jüngsten Gemeinderat am vergangenen Donnerstag, 1. Oktober, dass die ÖBB das Kaufansuchen für das Stellwerkgebäude in der Bahnhofstraße abgelehnt haben.

Im heurigen April hatte die SPÖ das Gebäude als autarken Treffpunkt bei längerem Stromausfall oder Naturkatastrophen ins Spiel gebracht. Auch ein Krisenstab hätte dort Platz finden können. Die Opposition verwies damals auf offene Fragen zu Bausubstanz, Anschlüssen, Altlasten und laufenden Kosten.

Der Gemeinderat kam am vergangenen Donnerstag, 1. Oktober, zusammen
© KLZ/Klaus Steiner
Der Gemeinderat kam am vergangenen Donnerstag, 1. Oktober, zusammen

ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel erklärt, dass nicht das Gebäude, sondern die Liegenschaft strategisch wichtig sei. Wegen des erwarteten Wachstums im grenzüberschreitenden Bahnverkehr würden zusätzliche Flächen benötigt, um auf künftige Entwicklungen, auch in Italien, reagieren zu können. Ein Abriss oder Umbau sei bis auf Weiteres nicht vorgesehen.

Bestehende Blackout-Infrastruktur soll gestärkt werden

Antolitsch bedauert die Absage, will die Blackout-Vorsorge aber weiter ausbauen. „Es hätte gut gepasst, weil dort bereits eine Notstromversorgung vorhanden ist. Wir werden jetzt unsere bestehende Infrastruktur verbessern und verstärken“, sagt er. Zwei Standorte gibt es bereits: Im Wirtschaftshof und in der Volksschule St. Leonhard. Weitere Speicher beim Gemeindeamt sollen zudem geprüft werden, auch das sanierte Feuerwehrhaus könnte als zentraler Standort für den Krisenstab infrage kommen.

Ein weiterer Punkt an der Tagesordnung: Der bisherige „Energiepark“ im Ort soll im Rahmen eines Interreg-Projekts ökologisch aufgewertet werden. Bereiche, die derzeit geschottert sind, sollen entsiegelt beziehungsweise neu gestaltet werden. Geplant sind zudem mehr Sitzgelegenheiten sowie die Pflanzung von mehreren Bäumen. Für das Vorhaben stehen 10.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.