Diözese kündigt Pachtvertrag mit Stadt Wolfsberg für Sportplatz
Gemeinde ist nur noch bis Jahresende Pächterin des Sportplatzes gegenüber vom Stadionbad. Diözese verhandelt gerade mit dem nächsten Pächter.

Seit knapp 30 Jahren wird der Sportplatz zwischen dem Stadionbad und dem Gebäudekomplex, in dem bis Sommer 2026 Musikmittelschule und Poly einquartiert waren, von Schulen und auch von Vereinen genutzt. Außerdem verbringen viele sport- und fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche ihre Freizeit dort.
Von 1998 bis 2002 war der Schulgemeindeverband Pächter des Sportplatzes, der sich im Eigentum der Diözese Gurk befindet. 2023 wurde dann zwischen Stadtpfarre und Stadt Wolfsberg ein Vertrag abgeschlossen, der der Gemeinde das Nutzungsrecht einräumt und gleichzeitig erlaubt, das Nutzungsrecht an Schulgemeindeverband, Schulen oder Vereine weiterzugeben.
Die Stadtgemeinde Wolfsberg ist durch die Kündigung nur noch bis 31. Dezember 2026 Pächterin des Platzes.
— Pressestelle der Stadt Wolfsberg
Doch nicht mehr lange, denn wie die Stadtgemeinde Wolfsberg auf Anfrage der Kleinen Zeitung bestätigt, „wurde der Pachtvertrag zwischen der Diözese und der Stadtgemeinde seitens der Stadtpfarre gekündigt. Die Stadtgemeinde ist durch die Kündigung nur noch bis 31. Dezember 2026 Pächterin des Platzes“, heißt es: „Wie der Platz künftig genutzt wird, entscheidet ausschließlich die Eigentümerin des Areals.“ Also die Diözese.
Eigentlich wäre der Nutzungsvertrag noch ein Jahr länger gelaufen. „Wir sind optimistisch, dass der künftige Pächter die große Bedeutung des Platzes für die Jugend, die Schulen und die Nachwuchsarbeit erkennt und die bisherige Nutzung in dieser Form weiterhin ermöglicht. Unser Wunsch ist jedenfalls, dass der Platz auch künftig den Kindern und Jugendlichen in Wolfsberg zugutekommt“, heißt es seitens der Gemeinde. Stadtpfarrer Christoph Kranicky gibt sich in dieser Causa wortkarg: „Diese Angelegenheit ist derzeit noch nicht spruchreif. Die Gespräche dazu laufen noch.“
Schule war Grundlage für Vertrag
Die Diözese Gurk bestätigt, dass der Vertrag mit der Stadtgemeinde Wolfsberg ein Jahr vorzeitig aufgelöst wurde. Weil? „Grundlage des Vertrages war, dass es dort eine Schule gibt, für die die Stadt den Sportplatz als Schulspielplatz zur Verfügung stellt. Nachdem es die Schule nicht mehr gibt, war es möglich, andere Wege zu gehen“, informiert Burkhard Kronawetter, der als Amtsleiter bei der Diözese Gurk unter anderem für die Liegenschaften zuständig ist.
Wie dieser andere Weg aussehen wird? „In Absprache mit dem künftigen Vertragspartner wird vertraglich fixiert, dass Schüler und Sportvereine auch künftig diesen Sportplatz nutzen werden können. Zu den Nutzungszeiten können wir als Diözese nichts sagen, das ist dann Sache des neuen Vertragspartners“, sagt Kronawetter, der noch nicht verrät, wer der neue Pächter sein wird. Nur so viel: „Der neue Vertragspartner hat selbst großes Interesse an der sportlichen Förderung der Jugend.“ Im Laufe des Oktobers wird mit der Unterzeichnung des Vertrages gerechnet.