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Die steirische Justizwache protestiert gegen Personalmangel

In der Protestwoche der Richter sind auch Betriebsversammlungen in den steirischen Justizanstalten in Graz und Leoben geplant.

Der Personalmangel sorgt für schlechte Stimmung – bei Personal und Insassen
© Klz/Klier
Der Personalmangel sorgt für schlechte Stimmung – bei Personal und Insassen

In der steirischen Justizwache rumort es weiter. Wie der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft Steiermark Stefan Jud der Kronen Zeitung bestätigt, ruft die Gewerkschaft am 13. Oktober das Personal der steirischen Justizanstalten zu Versammlungen auf. Die Aktion liegt in der Woche, in der auch die Richter bundesweit eine Streikwoche absolvieren, um auf ihre Überlastung hinzuweisen.

Die Lage der Justizwache ist seit Jahren bekannt, zuletzt wurde im April in Dienststellenversammlungen auf die prekäre Situation hingewiesen. Seither sei es „jeden Tag schlechter geworden“, klagt Günter Reinprecht, der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende.

Der Personalengpass wird immer drückender

Seit Jahren herrscht ein Personalengpass in den immer stärker überfüllten Gefängnissen. Die Folge ist, dass Häftlinge oft fast den ganzen Tag in ihren Zellen verbringen müssen, Anstaltsbetriebe bleiben aus Personalmangel geschlossen, Freizeitangebote werden gestrichen. Die Stimmung ist daher immer explosiver, die Aggression steigt. Die Bediensteten der Haftanstalten – Karlau und Jakomini in Graz sowie JA Leoben – sammeln in dieser Lage immer mehr Überstunden an.

Weitere Planstellen sind derzeit nicht in Sicht – ein Ende der Proteste daher auch nicht. „Wir machen weiter, bis man uns hört“, wird Stefan Jud in der Kronen Zeitung zitiert.