Energiepreise treiben Österreichs Inflationsrate auf 3,6 Prozent
Im September lag die Inflationsrate in Österreich laut Schnellschätzung der Statistik Austria bei 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August.
Die Inflationsrate in Österreich hat auch im September zugelegt. „Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflationsrate im September 2026 bei 3,6 Prozent liegen, nach 3,2 Prozent im August“, wird Manuela Lenk in einer Aussendung zitiert. Die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria betont: „Der Anstieg von 0,4 Prozentpunkten ist zur Gänze auf die gestiegenen Treibstoff- und Heizölpreise zurückzuführen. Energie insgesamt verteuerte sich im Jahresvergleich um 14,5 Prozent, nach einem Plus von 9,9 Prozent im August“, so Lenk.
Zum Vergleich: Im Juli lag der Wert bei 2,8 Prozent, im Juni bei 3,2 Prozent und im Mai bei 3,3 Prozent. Vor dem Ausbruch des Irankriegs lagen die Teuerungsraten im Jänner und Februar bei 2,0 bzw. 2,2 Prozent.
Der größte Beitrag zur Inflation kam im September weiterhin vom Dienstleistungsbereich, der mit plus 4,2 Prozent jedoch eine etwas geringere Teuerung als im August mit plus 4,4 Prozent aufwies. Die Preise für Industriegüter stiegen um 0,7 Prozent. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich im September um 1,0 Prozent, nachdem sie im August um moderate 0,3 Prozent zugelegt hatten.
Starke Anstiege der Energiepreise haben auch die Teuerung in Deutschland erstmals seit Ende 2023 über die Marke von drei Prozent getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im September um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,9 Prozent Inflation im August. Ähnlich sah die Entwicklung in Frankreich mit 3,4 Prozent aus. In Italien kletterte die Inflationsrate sogar auf 4,1 Prozent.