„Fahre weniger mit dem Auto“: So denken Villacher über die Spritpreise
Hohe Spritpreise sorgen auch in Villach für Diskussionen. Wir haben uns umgehört, wie die Spritpreisbremse bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommt.
Freude sieht anders aus. Wer dieser Tage an einer Villacher Tankstelle zum Zapfhahn greift, wirft meist zuerst einen prüfenden Blick auf die Preistafel. Getankt wird trotzdem. Schließlich müssen Arbeitswege, Einkäufe oder andere Erledigungen gemacht werden. Doch viele Autofahrerinnen und Autofahrer haben ihr Verhalten angesichts der hohen Preise verändert.
Bei einer Videoumfrage der Kleinen Zeitung herrscht vor allem in einem Punkt Einigkeit: Benzin ist zu teuer. Auch die Preisbremse sorge nur bedingt für Erleichterung. Walter Ebner aus Arriach spricht sogar von einer „Augenauswischerei“. Sein Eindruck: „Ein paar Tage vorher geht der Preis rauf, von dem werden dann die zwölf Cent abgezogen.“
Die Entlastung ist für viele zu gering
Dass der Staat weiterhin kräftig über Steuern mitverdient, stößt ebenfalls auf Kritik. Manche Befragte ziehen Vergleiche mit Japan, dessen Wirtschaft ähnlich funktioniere, wo Treibstoff aber dennoch günstiger angeboten werde. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie stark die Entlastung tatsächlich bei den Autofahrern ankommt. Ganz vermeiden lasse sich das Auto für viele aber nicht.

Andere reagieren ganz praktisch. Sie vergleichen genauer, fahren bei einer teuren Tankstelle schon einmal weiter und tanken wenige Kilometer später günstiger. Christian Krassnitzer aus Treffen achtet zudem auf die Tageszeit. „Man schaut, dass man vormittags tankt und vergleicht auch, wenn man ins Ausland fährt, beispielsweise nach Italien.“
Erich Karlbauer aus Villach versucht hingegen, seine Fahrten zu reduzieren. „Ich fahre weniger mit dem Auto und versuche öfter den Zug oder das Fahrrad zu nehmen.“ Ihm fehlt in der aktuellen Debatte auch der Appell zum Sparen. In früheren Krisen sei stärker dazu aufgerufen worden, das Auto stehen zu lassen oder bewusst autofreie Tage einzulegen.