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Kritik an noch immer schadhaften Stellen am Hauptplatz von Leoben

In der jüngsten Gemeinderatssitzung bekrittelte die FPÖ, dass es nach der kostspieligen Generalsanierung des Leobener Hauptplatzes noch immer etliche schadhafte Stellen bei der Pflasterung gibt.

Das Wasserspiel ist ein neues zentrales Element des Leobener Hauptplatzes
© KLZ / Andreas Schöberl-Negishi
Das Wasserspiel ist ein neues zentrales Element des Leobener Hauptplatzes
Andreas Schöberl-Negishi
Teamleiter Regionalredaktion Leoben

„Ein sanierter Hauptplatz sollte auch wie ein sanierter Hauptplatz aussehen“, meint die FPÖ Leoben mit Hinweis auf einige nach wie vor schadhafte sowie provisorisch ausgebesserte Stellen bei der Pflasterung. Über zwei Jahre hinweg wurde das „Wohnzimmer der Stadt“ umfassend saniert sowie mit Bäumen und einem Wasserspiel in Bezug auf das urbane Mikroklima aufgewertet.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung sprach FP-Gemeinderat Gerd Krusche den Umstand an, dass in ein paar Bereichen noch immer nicht alles lückenlos instandgesetzt worden sei. „Hat es nicht geheißen, dass die Sanierung abgeschlossen ist?“, fragt Krusche. Für die Sanierung des Hauptplatzes seien mehrere Millionen Euro an Steuergeld in die Hand genommen worden.

FP-Gemeinderat Gerd Krusche stellte die Anfrage an SP-Bürgermeister Kurt Wallner
© Armin Russold
FP-Gemeinderat Gerd Krusche stellte die Anfrage an SP-Bürgermeister Kurt Wallner

„Umso unverständlicher ist der Zustand, den man heute an vielen Stellen vorfindet“, so die Vertreter der FPÖ Leoben. Es handle sich in den angesprochenen Bereichen um „desolate Platten, sichtbare Schäden und Stellen, die eher nach Flickwerk als nach einer millionenschweren Sanierung aussehen.“ Bei einem Projekt dieser Größenordnung sei das „schwer nachvollziehbar“.

Anfrage zum weiteren Procedere

So stellte Krusche in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Anfrage an SP-Bürgermeister Kurt Wallner zum weiteren Procedere in dieser Angelegenheit: „Wir wollen wissen, wie der tatsächliche Stand der Sanierung ist, welche Arbeiten noch offen sind und ob die betroffenen Stellen noch ordentlich ausgebessert werden“, so die FPÖ Leoben.

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Die FPÖ Leoben dokumentierte...
Die FPÖ Leoben dokumentierte... © KK

Die angesprochenen, schadhaften Stellen würden nicht die im Zuge der Hauptplatzsanierung erneuerte Pflasterung betreffen, heben die Verantwortlichen der Stadt Leoben hervor. Die Stellen würden sich ausschließlich im Bereich des blau-grünen Naturstein-Belags rund um die Brunnen am Nord- und am Südende des Hauptplatzes befinden.

„Dieser bestehende Belag war nicht Teil der Sanierung und wurde zu Projektbeginn als intakt beurteilt“, heißt es vonseiten der Stadt. Aufgrund des Alters der Natursteine und der starken Beanspruchung könne es aber sein, dass dort mittlerweile punktuell „Abplatzungen und Risse“ auftreten.

„Lediglich provisorische Maßnahmen“

„Die derzeit sichtbaren Ausbesserungen mit Asphalt sind lediglich provisorische Maßnahmen, um entstandene Fehlstellen bis zur fachgerechten Instandsetzung sicher zu schließen“, führen die Stadtverantwortlichen aus. Die entsprechende Sanierung sei für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Die Arbeiten sollen wegen der bevorstehenden Großerveranstaltungen am Hauptplatz – darunter der Gösser Kirtag und der Christkindlmarkt – sowie der anschließenden Wintermonate bei geeigneter Witterung nach dem Winter erfolgen. „Die betroffenen Stellen werden punktuell wieder mit Naturstein hergestellt.“

Keine Ansprüche auf Gewährleistung

Da Naturstein ein Naturprodukt ist, könne es aber so sein, dass sich die dann neu eingesetzten Steine in Farbe und Struktur sichtbar vom bestehenden, über Jahre gealterten Belag unterscheiden. „Da der betroffene Natursteinbelag nicht Bestandteil der durchgeführten Hauptplatzsanierung war, bestehen für diese Bereiche auch keine Gewährleistungsansprüche aus den damaligen Pflasterungsarbeiten.“