Tagesmutter bringt in Seeboden jetzt auch Senioren in Schwung
Mit ihrem Kursprogramm für Körper und Geist, hat sich Kathrin Görtschacher beruflich neu orientiert. Es setzt vor allem bei Kindern und Senioren an.
Vielen Menschen ist Kathrin Görtschacher bekannt als Akteurin der Millstätter Faschingsbühne, wo sie jahrelang das Publikum zum Lachen gebracht hat. Beruflich hat sie als Kindergartenpädagogin und Tagesmutter viele Kinder ein Stück weit beim Aufwachsen begleitet. Nun hat sie sich neu orientiert: „Alle Kinder, die bei mir waren, konnten jetzt vom Alter her in den Kindergarten wechseln. Da habe ich den Wunsch, mich beruflich zu verändern, umgesetzt. Ich wollte meine bisherige Erfahrung und meine Ausbildungen verbinden und dieses Wissen weitergeben“, erklärt die Seebodenerin und startet jetzt mit ihrem Programm „Entspannt bewegt“ durch.
Einen ehemaligen Leerstand in der Hauptstraße 52 in Seeboden hat Görtschacher in ihren „Raum der Begegnung“ umfunktioniert, wo sie nun ein vielfältiges Kursprogramm für Kinder und Senioren anbietet: von der „Fuzzi“-Gruppe für Unter-Zweijährige bis hin zum Training für Senioren. „Es handelt sich dabei nicht um ein Fitness- oder Krafttraining, sondern um eine Kombination aus leichten körperlichen und geistigen Übungen ganz ohne Erfolgsdruck, wobei auch die soziale Komponente eine Rolle spielt“, erklärt die Elementarpädagogin und Sonderkindergärtnerin, die auch Ausbildungen in Motopädagogik, als Special Trainer für autistische Kinder, als Kinderentspannungstrainerin und Gehirntrainerin für Kinder und Erwachsene absolviert hat.
Mobil und elastisch bleiben
Bei den Kursen für Senioren geht es vor allem um das Mobilbleiben, um Elastizität, Gleichgewicht etwa zur Sturzprophylaxe, sowie Koordination und Konzentration. „Durch die Verbindung von körperlichem und geistigem Training passiert etwas im Gehirn. Wenn jemand etwas gut kann, verändere ich die Übung auch wieder, damit sich das Gehirn wieder anstrengen muss und neue Synapsen bildet. Dadurch sind wir nicht nur fitter, sondern auch breiter aufgestellt und stressresistenter, weil das Gehirn mehr Möglichkeiten kennt, Dinge zu lösen“, erklärt Görtschacher weiter. Für Senioren, die nicht so mobil sind, gibt es eine eigene Kursgruppe mit Übungen im Sitzen.
Auch das Programm für die Kleinen ist auf unterschiedliche Bedürfnisse und Altersgruppen ausgerichtet. So gibt es etwa eine „Cool Down“ Gruppe mit Entspannungstraining für Kinder von vier bis zehn Jahren, denen es schwerfällt ruhig zu sitzen oder sich zu konzentrieren. „Es gibt Kurse für sehr aktive Kleinkinder und andere für Kinder, die mehr Zeit brauchen, um warm zu werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man das besser trennt“, sagt die zweifache Mutter. Wichtig ist ihr dabei das Emmi Pikler-Konzept. „Ich biete den Kindern Spielmaterial an, und sie entscheiden dann selbst. Sie dürfen experimentieren und ausprobieren, ohne ständig angeleitet zu werden. Man braucht Kinder nicht immer fördern, man muss sie auch einfach einmal lassen“, betont Görtschacher, die auch individuelle Beratungsgespräche für Eltern anbietet.
Alle Infos zu Kursen und Terminen unter www.entspannt-bewegt.at. Der Raum der Begegnung kann übrigens auch gemietet werden.