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Warum dieses Leibnitzer Fachgeschäft seit 143 Jahren auf Erfolgskurs ist

Seit fast eineinhalb Jahrhunderten erfüllt die Familie Kada im eigenen Kaufhaus am Leibnitzer Hauptplatz Kundenwünsche aller Art. Wie alles begann.

Blick in die Vergangenheit: Die Fassade vom Eisenkada
© Familienarchiv Kada
Blick in die Vergangenheit: Die Fassade vom Eisenkada
Alexandra Kofler

„Beim Kada do kriagst olles!“ So lautet eine geflügelte Aussage in der Südsteiermark. Im Kaufhaus am Leibnitzer Hauptplatz findet man auf rund 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche und zwei Etagen alles rund um Küche, Haushalt, Wohnen, Garten, Freizeit, Outdoor, Werkzeug, Arbeitsgeräte und Bekleidung, sowie Kleineisen und Zubehör. Rasenmäher, Griller, Möbel oder Keksausstecher teilen sich das Haus mit rund 60.000 verschiedenen Artikeln.

„Wir bieten hochwertige Markenware europäischer Firmen, dazu umfassende Reparatur- und Serviceleistungen,“ erklärt Dino Kada. Seit 2004 führt er gemeinsam mit seiner Frau Vera das Unternehmen, zu dem auch ein Onlineshop gehört. Die zwei Töchter Valerie (13) und Rosalie (11) geben den Eltern bereits eifrig Tipps beim Wareneinkauf. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dürfen einige bereits auf stolze 45 Berufsjahre im Haus zurückblicken.

Eisenkada, Kadagasse und „Kadalog“

Dass hinter all dem fast eineinhalb Jahrhunderte Firmengeschichte stecken, sieht man dem modernen Kaufhaus mit der rot leuchtenden Fassade nicht an. Alles begann mit Alois und Maria Kada im Jahr 1883. Sie ließen das Stammhaus der Familie umbauen und eröffneten das erste Geschäft.

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Der einstige Geschäftsraum
Der einstige Geschäftsraum © Familienarchiv Kada

Auch die angrenzende Kadagasse wurde von ihnen geschaffen. Dazu etliche Eckhäuser, die noch heute das Stadtbild prägen. Bis in die 1970er Jahre gab es den „Eisenkada“ und die Kada-Spezerei am Hauptplatz. Die Verkaufsflächen waren klein, der Erfindergeist groß. Durch permanente Anpassung schaffte man über Generationen den Weg in die Zukunft. Vom Zustellservice, über den Kaufhauskatalog „Kadalog“, bis hin zu Versandhandel, Events, Reparaturservice und Standortentwicklung.

Vera und Dino Kada mit den Töchtern Rosalie und Valerie
© Privat
Vera und Dino Kada mit den Töchtern Rosalie und Valerie

Das heutige Kaufhaus Kada entstand durch einen modernen Zubau nach Plänen von Architekt Klaus Kada. Im Jahr 1981 verstarb dessen Bruder und Firmenchef Walter Kada mit nur 32 Jahren. Witwe Brigitta Kada kämpfte weiter. Sohn Dino war damals erst zwei Jahre alt. Später musste er sein Studium abbrechen, um den Familienbetrieb weiterzuführen. „Ja, es gab auch schwere Zeiten, aber wir haben die Krisen gemeistert,“ sagt er heute.

Erfindergeist und Nachhaltigkeit

Mit ihrem wirtschaftlichen Engagement bekennt sich die Familie Kada nun bereits seit 143 Jahren zur Leibnitzer Innenstadt. „Natürlich geht man als standortgebundener Betrieb den härteren Weg. Aber dafür bieten wir etwas Besonderes. In unserem Kaufhaus trifft man sich, man plaudert miteinander, und man entdeckt immer etwas Neues. Das kann dir kein Onlineshop bieten,“ so Kada.

Das Kaufhaus Kada am Leibnitzer Hauptplatz heute
© KLZ / Alexandra Kofler
Das Kaufhaus Kada am Leibnitzer Hauptplatz heute

Stolz ist man auf eigene Erfindungen, die zu Verkaufsschlagern wurden. „Mit der Firma Riess brachten wir zum Beispiel die doppelte Spagatkrapfenzange auf den Markt. Die Idee kam von einer unserer Mitarbeiterinnen. Unsere Pfannen und Öfen zum Kastanienrösten lassen wir auch eigens produzieren,“ verrät der Chef. Bei der Produktauswahl, mit Eintauschaktionen, einer hauseigenen Reparaturwerkstatt und Gebrauchtgeräteangeboten setzt man bei Kada auf Qualität, Wertigkeit und Nachhaltigkeit: „Das macht uns einzigartig und das wissen unsere Kunden auch zu schätzen.“