Fotoschau zeigt den historischen Rindermarkt in Lienz
Im Auftrag des Komitees St. Michaelskirche Lienz kuratierte das „Tiroler Photoarchiv“ ein Fotoausstellung zum Stadtteil Rindermarkt. Die Eröffnung ist am 8. Oktober.

65 zum Teil erstmals veröffentlichte Bilddokumente werden bei der Fotoausstellung zum Rindermarkt in Lienz ausgestellt. Die von Martin Kofler, Leiter Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst, kuratierte Schau zeigt den Stadtteil aus verschiedenen Blickwinkeln: Das Zentrum bilden die weithin sichtbare St. Michaelskirche und die Längsachse der Beda-Weber-Gasse mit den Straßen, Gebäuden und Geschäften direkt nördlich und südlich davon. Dieser Bereich von Lienz nördlich der Isel, der übrigens von einem Großbrand im Jahr 1609 verschont geblieben ist, reicht im Westen circa vom damaligen „Gasthof Glöcklturm“ an der Pfarrbrücke bis zum „Gasthof Goldener Fisch“ an der Spitalsbrücke und der dortigen Kärntner Straße.

Was hat sich am Michaelsplatz und um die Michaelskirche, ja, im ganzen Rindermarkt, in früheren Zeiten alles abgespielt, was wurde fotografisch festgehalten? Die historischen Aufnahmen zeigen eine bunte und spannende Palette: Alltagsstraßenszenen, Religiöses im Jahreslauf, Geschäfte vom „Café Konditorei Gliber“ über das „Mini-Kaufhaus“ von Blanka Achammer bis zum „Konsum“, die Mischung aus Bauernhöfen und Villen, die Veränderung des Rindermarkts samt Bevölkerungswachstum anhand von Stadtteildokumentation und Luftbildern, die Neuerrichtung und das teilweise Verschwinden von Gebäuden und Betrieben.

Die Fotoausstellung, die am 8. Oktober um 19 Uhr im Kunstraum Leibl in der Michaelsgasse 22 in Lienz eröffnet wird, ist eine Initiative des Komitees St. Michaelskirche Lienz unter Dekan Franz Troyer und Helmut Krieghofer. Letzter Ausstellungstag ist der 28. Oktober. Parallel zur Fotoausstellung erscheint der neue Kalender für das Jahr 2027 mit dem Titel „Der Rindermarkt in Lienz in alten Ansichten“. Das Komitee erbittet für den Kauf eines Kalenders 30 Euro für die St. Michaelskirche. Der Kalender wird auch im Kunstraum Leibl ab 8. Oktober und im Pfarramt St. Andrä verkauft.