Leseratten kommen im oststeirischen „BOOKtober“ auf ihre Kosten
Der Oktober steht wieder ganz im Zeichen der Bücher: Im„BOOKtober“ bieten oststeirische Büchereien ein umfangreiches Programm. Wir haben uns umgehört, in welche Bücher die heimischen Leseratten derzeit ihre Köpfe stecken.

Ein Blind Date mit einem Buch, spannende Lesungen, Bücherflohmärkte und sogar szenische Darstellungen: Der Oktober steht ganz im Zeichen der Bücher, ist also ein „BOOKtober“. In der Oststeiermark bieten Büchereien ein umfangreiches Programm.
Am 2. Oktober lädt die Bibliothek Birkfeld ein zum Geselligen Zusammensein bei „BOOKbier, Brezen und Mehlspeisen. Es gibt ein Schätzspiel und eine Vorleseaktion für Kinder von Erwachsenen. Umgekehrt spielen Kinder für Erwachsene szenische Darstellungen aus Büchern nach.
Gleich mehrere Büchereien, wie Anger oder Bad Waltersdorf, bieten ein „Blind Date with a Book“ an. Dabei werden Bücher verpackt und nur mit Stichwörtern, wie etwa „Liebesroman“ oder „Landkrimi“ versehen. Es gibt also die ein oder andere Überraschung. In Passail oder Pöllau gibt es Live-Musik zu Gewinnspielen, kurzen Lesungen und Kulinarik.
Termine im BOOKTober
Lesungen:
- 9.10. um 19 Uhr: Nicole Stranzl mit ihrem neuen Roman „Risse der Melodie“ im Kaffeewirtshaus Schlagers in Birkfeld
- 16.10. um 19 Uhr: Robert Preis mit „Graz und die dunklen Wasser der Mur“ und „111 Orte die von der Geschichte Österreich erzählen“ in der Öffentlichen Bibliothek Puch bei Weiz
- 19.10. um 17 Uhr: Kinderbuchautorin Sonja Kittel in der Bücherei Miesenbach
- 23.10. um 19 Uhr: Nina Heschl mit „Theresa Hunt & die letzten Zerbrochenen“ in der Bücherei Miesenbach
- 29.10. um 19 Uhr: Thomas Raab mit „verLESUNG – und andere Peinlichkeiten“ im Saal der Marktgemeinde Anger
- 29.10. von 19-21 Uhr: Heimatdichterin Maria Schneider mit „Wird olls wieda guat“ in der Vinothek Maurer
Historiker Gottfried Allmer kommt am 11. Oktober um 15.30 Uhr nach Stubenberg in die Bücherei und hält einen Vortrag zum Thema „Alle Straßen und Verkehrswege zwischen Weiz und Hartberg“.
In Sinabelkirchen lädt Anton Ithaler zu einer geschichtlichen Wanderung ein am 11. Oktober, 10 Uhr, Treffpunkt: Kirchplatz.
Puppenspielerin Elfi Scharf führt ein Theater für Kindergarten- und Volksschulkinder auf am 16. Oktober um 15.30 Uhr am Weizberg.
Alle Veranstaltungen und Infos: https://oststeiermark.at/booktober-lesen-ist-ein-fest/
Die Kleine Zeitung hat sich vorab in der Oststeiermark umgehört, welche Bücher die Leseratten begeistern und was Lesen für sie bedeutet.

Veronika Klamminger, Birkfeld: Ich habe zuletzt das Buch „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult gelesen. Es spielt in Amerika und handelt von vielen Aspekten des menschlichen Zusammenlebens von Schwarz und Weiß. Es geht um eine schwarze Krankenschwester und ein weißes Baby in einer Notsituation. Die Eltern wollen nicht, dass eine Schwarze ihr Kind berührt. So kommt die Schwester in die Situation, dass sie laut ihrem Eid helfen müsste, aber sie hat vom Krankenhaus den Befehl, sie darf das Kind nicht angreifen. Das Buch ist extrem spannend und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Lesen ist für mich mehr als Unterhaltung. Ohne Lesen wäre die Welt für mich leer, ich glaube, ich hätte einen Tunnelblick, wenn es nur die Welt um mich herum gibt. Ohne Lesen wüsste ich nicht, was die Welt für uns noch bereit hält.

Ivie Platzer (8) aus Gleisdorf: Ich kaufe Bücher gern beim Plautz in Gleisdorf oder gebraucht über das Internet. Auch in der Bücherei borge ich öfters was aus. Gerade lese ich „Mein Lotta-Leben: Muh mir das Lied von der Kuh“. Das war eine Empfehlung von meiner Freundin. Das Besondere an der Reihe „Lotta-Leben“ ist, dass Lotta darin sehr spannende Abenteuer erlebt.
In meinem aktuellen Buch geht es darum, dass Lotta und ihre Familie eingeschneit wurden - mit jemandem, den sie gar nicht mögen! Und außerdem wünscht sich Lotta schon lange einen Hund und im Tierheim ist der Strom ausgefallen ...
Pro Monat lese ich ein bis zwei Bücher. Insgesamt besitze ich schon eine große Menge: 45 Stück!
Wolfgang Böhmer aus Hartberg: Aktuell lese ich „Osman“ von Joachim B. Schmidt. Es ist das vierte Buch, das ich von diesem Autor lese. Alle drei spielen in Island zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert. Osman ist ein Fährmann, der die Arbeit von seinem Vater übernimmt und die Menschen über einen eisig kalten Fluss bringt. Er ist seelisch alleingelassen, hat keine Frau – aber wird in seiner Gemeinschaft anerkannt und weiß, wofür er da ist.
Die Lust am Lesen liegt für mich darin, zu erfahren, wie und wo Leute, einst wie heute gelebt haben. Und es geht mir darum mehr zu erfahren, als ich bisher gewusst habe. Ich bin immer neugierig, also gierig auf Neues.