Die neuen Fahrgeschäfte auf der St. Veiter Wiesn im großen Test
Die Kleine Zeitung-Redakteure Simone Jäger und Dorian Wiedergut wagten den Selbstversuch und testeten „Magic“, „Disco Loco“ und den 5D-Simulator.
Vom Boden aus betrachtet schaut es ja nie so wild aus, aber man darf die Fahrgeschäfte auf der St. Veiter Wiesn nicht unterschätzen. Heuer erstmals dabei sind das „Magic“ und der 5D-Simulator. Außerdem kehrte nach vielen Jahren der Klassiker „Disco Loco“ auf das Marktgelände zurück. Grund genug, diese drei Fahrgeschäfte einmal auf Herz und Nieren zu testen, wobei eher der Magen und das Gleichgewichtsgefühl der beiden Redakteure Simone Jäger und Dorian Wiedergut auf die Probe gestellt wurden.
Das „Magic“
Den Anfang machte am Eröffnungstag eine Runde mit dem „Magic“. Fünf Euro kostet eine Fahrt pro Person. Abgesehen von den immer schneller werdenden kreisenden Bewegungen geht es im „Magic“ auch ziemlich ruckartig vor und zurück, was bei den vorwiegend jungen Fahrgästen für begeistertes Jauchzen sorgt. Weniger begeistert zeigte sich Redakteur Wiedergut von der Fahrt: „Drei Drehungen und bei mir war aus. Die restliche Fahrt musste ich mich zusammenreißen, damit kein Unglück passiert.“ Für Redakteurin Jäger hingegen war die Fahrt ein Spaß: „Es ist ein verschärftes Break Dance, würde ich sagen.“ Das bestätigten auch die beiden jungen Buben, die im selben Wagen saßen: „Das hat richtig Spaß gemacht. Der Sky Rocker ist viel schlimmer.“ Das Fazit fällt also geteilt aus: Während eine Versuchsperson jederzeit eine weitere Fahrt machen würde, musste sich die zweite erst einmal hinsetzen und sich vom Drehwurm erholen.

Der 5D-Simulator
Beim zweiten Gerät, dem 5D-Simulator, steigt man in eine Kabine, die sich komplett schließt, ehe das Programm gestartet wird. Das und der gleichzeitige Andrang auf diese Neuheit ließen Jäger schon vor dem Beginn der Fahrt die Notbremse ziehen: „Wenn man klaustrophobisch veranlagt ist, so wie ich, dann bekommt man schon von draußen ein beklemmendes Gefühl, wenn sich die Tür schließt. Für mich ist das nichts.“ Doch der Kollege ließ sich die Fahrt nicht nehmen. Bevor man den beweglichen Kasten betritt, bekommt man noch eine 3D-Brille. Mit ihr vor den Augen setzt man sich in das Gefährt. Die Tür schließt sich und die Fahrt beginnt. Es geht auf einer Achterbahn durch eine Dschungellandschaft. Es wackelt, Lichter blitzen auf und Luft wird ins Gesicht geblasen. „Durch die Wackelei kommt definitiv ein Achterbahn-Gefühl auf. Besonders für jüngere Besucher dürfte der 5D-Simulator ein Erlebnis sein“, sagt der Redakteur nach der an diesem Tag angenehmsten Fahrt.

Das „Disco Loco“
Als krönenden Abschluss stand man schließlich vor dem wohl wildesten der drei getesteten Fahrgeschäfte, dem „Disco Loco“. Hier geht es festgeschnallt in Sitze in luftige Höhen, während man gleichzeitig ordentlich im Kreis gedreht wird. Die Sicherungsbügel drücken die Oberschenkel fest in den Sitz, was neben dem Sicherheitsaspekt auch einen weiteren Vorteil hat: Kein (Dirndl-)Rock kann in die Höhe fliegen und so unfreiwillige Einblicke während der Fahrt geben. Größere Handys sollte man aber nicht in der Hose eingesteckt lassen, da der Bügel fest draufdrückt.
Wer sich traute, streckte in der höchsten und schnellsten Phase des Drehens noch die Hände in die Höhe. „Ein großer Spaß, obwohl ich anfangs großen Respekt hatte. Ich bin seit Ewigkeiten mit keinem Fahrgeschäft mehr gefahren, aber jetzt könnte ich direkt weitermachen“, resümierte Jäger. Wiedergut hingegen war froh, dass auch die dritte Fahrt sein Ende gefunden hat: „Für mich ist der Tag gelaufen. Die Fahrgeschäfte sind alle super, aber, genau wie bei Booten, halte ich mich lieber davon fern, weil mir viel zu schnell schlecht wird.“

Fazit: Die drei Fahrgeschäfte passen zum Wiesenmarkt wie Wurst, Krämermarkt und Feuerwerk. Sie sind eine angemessene Ergänzung zum restlichen Angebot und wurden auch von den Besuchern bisher gut angenommen.