Vučić hofft auf Verlängerung des Gas-Abkommens mit Russland
Nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat der serbische Staatschef Aleksandar Vučić eine Hoffnung auf eine Verlängerung des Erdgas-Abkommens zwischen beiden Ländern geäußert. Er denke, dass das Abkommen "nach dem heutigen Gespräch verlängert wird und dass wir eine stabile Gasversorgung sichern werden", erklärte Vučić am Samstag im Onlinedienst Instagram. Das Abkommen läuft eigentlich planmäßig am 30. September aus.

Vučić erklärte, Serbien werde weiterhin von einem "guten, niedrigen Gaspreis von 318 Euro pro 1.000 Kubikmeter profitieren, anstatt den Marktpreis zu zahlen, der heute bei 868 Euro liegt". Belgrad ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Seit dem Auslaufen eines Dreijahresvertrags im Jahr 2025 hat das Land jedoch keinen langfristigen Vertrag mit Russland abschließen können. Es setzt seitdem auf kurzfristige Verlängerungen des Abkommens.
Serbien unterhält traditionell enge Beziehungen zu Russland. Trotz seiner EU-Beitrittsbestrebungen ist es eines der wenigen europäischen Länder, die sich den Sanktionen gegen Moskau wegen des Angriffskriegs in der Ukraine nicht angeschlossen haben.