David Gysin: „Der Meister ist heuer etwas angreifbarer“
Ferlach empfängt am Samstag (19 Uhr) Meister Vöslau. Es ist die Chance zur Revanche – „ein Duell auf Augenhöhe“.

Es ist unbestritten, dass der SC Kelag Ferlach dort anknüpft, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat. Die Kärntner Handballer sind nach drei Ligapartien weiterhin ungeschlagen – und das wollen sie auch nach dem Aufeinandertreffen (19 Uhr) gegen Meister Vöslau bleiben. Das Team von Spielertrainer Patrick Leban hat mit dem Gegner zudem noch eine Rechnung offen: Man ist heiß auf eine Revanche für die Halbfinalniederlage der vergangenen Saison.
„Das haben wir uns damals ganz klar anders vorgestellt“, verdeutlicht Ferlach-Youngster David Gysin, der bereits in der historischen Saison sein großes Potenzial aufblitzen ließ, – der 20-jährige Deutsche wusste bereits nach kurzer Zeit auf sich und seine Qualitäten aufmerksam zu machen. „Wir sind im Sommer noch einmal mehr zusammengewachsen, und der Erfolg in der letzten Saison hat uns sicher einen zusätzlichen Push gegeben.“

Auf dem Papier spricht die Bilanz zwar für Vöslau – sieben der vergangenen zehn direkten Duelle entschieden die JAGS für sich, dreimal jubelte Ferlach –, doch der aktuelle Tabellenzweite kennt die Defizite der Niederösterreicher: „Sie sind heuer etwas angreifbarer. Und gerade vor heimischer Kulisse ist es für uns garantiert eine Begegnung auf Augenhöhe, die wir für uns entscheiden wollen.“ Bis auf den verletzten Noel Besser kann Ferlach auf den gesamten Kader zurückgreifen.
Gegenwärtig sei von der Doppelbelastung keineswegs etwas zu spüren. Dafür sorgen Athletik-Coach Christoph Hölzl („Er macht einen Superjob“) sowie die medizinische Abteilung („Die Physios und unser Masseur unterstützen uns mehrmals wöchentlich im Training“). „Unsere Trainingssteuerung ist so koordiniert, dass wir echt gut damit umgehen. International spielen zu dürfen, ist gerade für uns Jungen eine tolle Chance. Noch dazu wartet ein richtig cooler Gegner auf uns. Das wird ein Highlight werden.“ In der zweiten Runde des EHF European Cup trifft Ferlach auf ein echtes Kaliber: RK Alkaloid gewann vor zwei Jahren den Bewerb, ist Tabellenführer in Nordmazedonien und mit Stars gespickt – allen voran Trainer Kiril Lazarov.