Sanierung der Mittelschule Trofaiach wird Millionenprojekt
Um für die Sanierung des Gebäudekomplexes der Sportmittelschule Trofaiach gewappnet zu sein, widmet man sich schon jetzt der Entwicklung eines Finanzierungs- und Sanierungsplans.

Noch gebe es keinen akuten Handlungsbedarf, was die Generalsanierung der Sportmittelschule Trofaiach betrifft, versichert Bürgermeister Mario Abl. Allerdings sei der große Gebäudekomplex in der Gössgrabenstraße mittlerweile 50 Jahre alt und man wolle sich als Schulerhalter rechtzeitig für dieses Monsterprojekt wappnen.
Also wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung darüber gesprochen, wie die nächsten Schritte aussehen sollen, um ein umfassendes Sanierungs- und Finanzierungskonzept zu erstellen. „Wir haben schon vor einiger Zeit im Stadtrat den Beschluss gefasst, eine Studie erstellen zu lassen, um auf den Punkt zu bringen, was genau alles zu tun sein wird“, führt Abl aus.
„Wollen gut aufgestellt sein“
Der gesamte Komplex mit dem Schulbereich, der Mehrzweckhalle, dem Hallenbad und dem Zwischenbereich sei riesig und alleine deshalb gebe es bei einer Sanierung eine Menge zu tun: „Wir haben aber die Schule selbst in den vergangenen Jahren laufend saniert und müssen daher nichts aus aktuellem Anlass heraus unternehmen. Wir wollen aber mittelfristig gut aufgestellt sein“, so Abl.
Klar sei jetzt schon, dass sich die Generalsanierung mit einem zweistelligen Millionenbetrag zu Buche schlagen werde: „Jetzt geht es einmal darum, das Vorhaben und die Pläne gemeinsam mit der Landesregierung und der Fachabteilung des Landes zu verdichten“, sagt Abl. Dann wolle man – wie in der Stadt Trofaiach üblich – einen breit angelegten Beteiligungsprozess anstoßen.
Wichtig sei es auch, von Anfang an mit maximaler Transparenz zu Werke zu gehen: „Wir müssen auch ein allgemeines Bewusstsein für die Notwendigkeit schaffen, dieses Projekt rechtzeitig und in aller Ruhe zu planen. Das ist gerade bei einem so großen Projekt unerlässlich“, betont Abl.
Baustart bestenfalls im Jahr 2028
Wenn diese Prozesse alle abgeschlossen beziehungsweise weit genug fortgeschritten sind, wolle man das Projekt „öffnen“ und auch in das städtische Budget entsprechend einpreisen. „Wenn alles gut läuft, dann können wir bereits im Jahr 2028 zu Bohrer und Hammer greifen und die Sanierung an den Start bringen“, meint Abl.
In der Planung der Generalsanierung spiele die Frage, wie man den laufenden Schulbetrieb möglichst ungestört belassen könne, eine zentrale Rolle: „Im besten Fall wollen wir nicht die ganzen Schulklassen und die ganze Schule für die Zeit der Bauarbeiten aus dem Gebäude aussiedeln“, erklärt Abl. Er könne sich eine etappenweise Aussiedlung vorstellen – auch aus Kostengründen.