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111 der 212 Portale stehen: Umstellung auf digitale Maut in Kroatien

Crolibertas wird Mautstationen in Kroatien ablösen. Staus im Urlauberverkehr sollen schon 2027 der Vergangenheit angehören. So wird es funktionieren.

Errichtung der Mautportale in Kroatien
© Hac - Hrvatske Ceste
Errichtung der Mautportale in Kroatien
Marko Petelin
Redakteur Kärnten-Ressort

Mautstationen auf kroatischen Autobahnen gehören bald der Vergangenheit an. Sie werden vom elektronischen Mautsystem „Crolibertas“ abgelöst. Kilometerlange Staus im Urlauberverkehr, die durch die Bezahlung an den Mauthäuschen entstanden sind, soll es schon nächstes Jahr nicht mehr geben.

Mitte September wurde das 111. Portal für die digitale Maut an der Mautstelle Dugopolje auf der Autobahn errichtet: „Es ist das bislang größte und schwerste Portal des Projekts. Es weist eine Spannweite von 41 Metern auf und wiegt 23,95 Tonnen. Das Portal überspannt die Fahrbahn im Bereich der Zu- und Ausfahrt des Autobahnkreuzes Dugopolje und deckt dabei sämtliche Fahrspuren für den ein- und ausfahrenden Verkehr ab“, teilt Hrvatske ceste (HAC), der kroatische Autobahnbetreiber, mit.

212 Portale und 1.744 Kameras

Errichtung des 111. Portals für die digitale Maut an der Mautstelle Dugopolje.
© Hac - Hrvatske Ceste
Errichtung des 111. Portals für die digitale Maut an der Mautstelle Dugopolje.

Geplanter Start des Systems ist der 1. März 2027, bis dahin müssen 212 Portale mit insgesamt 1.744 Kameras stehen und diverse Infrastrukturmaßnahmen gesetzt werden, erklärt HAC: „Während die Portale den sichtbarsten Teil des Projekts darstellen, laufen im Hintergrund zahlreiche wichtige Arbeiten, um die Funktionalität, Sicherheit und Interoperabilität des Systems zu gewährleisten. Es handelt sich hierbei um eines der technologisch anspruchsvollsten Infrastrukturprojekte im kroatischen Verkehrssektor.“

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Die Errichtung der 212 Portale verläuft laut HAC nach Plan
Die Errichtung der 212 Portale verläuft laut HAC nach Plan © Hac - Hrvatske Ceste

Crolibertas wird auf allen Autobahnen, die von den Betreibergesellschaften „Hrvatske autoceste“, „Bina-Istra“ und „Autocesta Zagreb–Macelj" verwaltet werden, eingeführt. Damit wird ein einheitliches System in Kroatien gelten und die Fahrt ohne Zwischenstopps ermöglichen.

So wird gezahlt

Voraussetzung für die Nutzung der Autobahn wird ab 1. März 2027 die Fahrzeugregistrierung und die Hinterlegung einer gültigen Zahlungsmethode vor der Auffahrt auf die Autobahn sein. Zwei Technologien werden zum Einsatz kommen: ENC-Geräte (DSRC-Technologie), also im Fahrzeug mitgeführte Mautboxen, sogenannte OBUs (On Board Units), und die automatische Kennzeichenerkennung (ALPR).

In Lkw, Bussen und Fahrzeugen mit einem Leergewicht über 3,5 Tonnen muss eine Mautbox (OBU – On Board Unit) installiert sein. Diese wird an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht. OBUs können über das Online-Portal nach Hause bestellt werden oder an einer der offiziellen Verkaufsstellen erworben werden.

Lenker von Motorrädern und Pkw bis 3,5 Tonnen haben die Wahl, sie können ebenfalls Mautboxen nutzen, es reicht aber auch die Registrierung über das Crolibertas Online-Portal. Dort werden das Kennzeichen des Fahrzeugs und die gewünschte Zahlungsmethode hinterlegt.

Schnellregistrierungsspuren

Zu Beginn der Umstellung auf das digitale Mautsystem wird es auch bei den Autobahnauffahrten Schnellregistrierungsspuren geben. Das Kennzeichen des Fahrzeugs wird dort per Scan erfasst, die Bezahlung ist dort aber ausschließlich per Kreditkarte möglich. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen die Mautbox zuvor bestellen oder an einer der Verkaufsstellen kaufen, bevor sie auf die Autobahn auffahren können. Die Nutzung der Schnellregistrierungsspur ist für diese Fahrzeuge nicht möglich.

Die Abrechnung der Maut erfolgt nach gefahrenen Kilometern und dem Tarif des jeweiligen Autobahnbetreibers. Die Kosten können über das Online-Portal oder eine App eingesehen werden. Bis Ende Februar 2027 ändert sich für Kroatienreisende nichts, die Mautgebühr wird weiterhin über die Mautstationen eingehoben.

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