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Junge Wollaniger lassen ihre Zech wieder aufleben

Jahrelang fehlte es an Nachwuchs, jetzt lassen 22 junge Frauen und Männer die Burschenschaft Wollanig neu aufleben und laden den ganzen Ort zum Wandertag ein.

Junge Männer und Frauen in Tracht und Feuerwehruniform stehen vor einem Feuerwehrauto
© KK/Privat
Die jungen Mitglieder der wiedergegründeten Burschenschaft Wollanig
Autorenbild Alexandra Pöcher
Regionalbüro Villach

Ganz verschwunden war sie eigentlich nie, doch einige Jahre lang blieb es ruhig um die Burschenschaft Wollanig. Der Grund dafür war ein ganz pragmatischer: Im Ort gab es schlicht zu wenige Jugendliche im passenden Alter, um die Gemeinschaft weiterzuführen. Inzwischen hat sich das geändert und die „Zech Wollanig“, wie die Burschenschaft auch bezeichnet wird, ist wieder aktiv geworden.

22 junge Wollanigerinnen und Wollaniger, zwölf Frauen und zehn Männer, im Alter zwischen 16 und 30 Jahren gehören derzeit dazu. An ihrer Spitze steht die 25-jährige Anna-Liza Schaumberger. Unterstützt wird die Obfrau von ihren beiden Stellvertretern Katharina Oschounig (21) und Christoph Gerstgrasser (22). „Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Burschenschaft nach der längeren Pause wieder eine so vielfältige Gruppe zusammenbringt“, sagt Schaumberger im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

Wandertag und Nikolausbesuch

Dass die Zech wieder aktiv ist, war in Wollanig bereits mehrfach zu sehen: Im vergangenen Oktober organisierte die Gruppe einen gemeinsamen Wandertag für die Bevölkerung, heuer war die Gruppe beim händischen Aufstellen des Maibaums und beim Wollaniger Kirchtag dabei. Am Samstag, dem 3. Oktober, steht nun der nächste Wandertag an. Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur junge Leute: „Unser Wandertag richtet sich an alle Wollanigerinnen und Wollaniger, an alle Altersgruppen, vom Kleinkind bis zur älteren Generation“, erzählt Schaumberger. Im Mittelpunkt stehe das gemeinsame Erlebnis: „Für uns steht das Miteinander im Vordergrund.“

Heuer war die Zech beim Aufstellen des Maibaums dabei
© KK
Heuer war die Zech beim Aufstellen des Maibaums dabei

Im Dezember folgt eine weitere Rückkehr zu alten Bräuchen. Erstmals seit mehreren Jahren will die Burschenschaft den traditionellen Krampus- und Nikolausbesuch für die jüngsten Bewohnerinnen und Bewohner wieder selbst organisieren. Während der Pause hatten engagierte Wollaniger diese Aufgabe übernommen.

Neue Mitglieder sind willkommen

Wie oft die Mitglieder zusammenkommen, hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer trifft man sich vor allem bei Veranstaltungen, im Winter und vor dem Kirchtag häufiger zu Vorbereitungen und Tanzproben. Auch Funktionen wie Zechkellnerin, Fahnenträger oder Zechmeister werden für jede Saison neu vergeben und stehen für das kommende Jahr noch nicht fest. Künftig soll die Gruppe jedenfalls noch wachsen. Willkommen sind unverheiratete junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren, die sich für die Wollaniger Traditionen interessieren und mitmachen wollen.