Besondere Skulptur in Albeck bekommt großen Schutz
Das „Tatarmandl“ in Sirnitz in der Gemeinde Albeck bekommt einen umfassenden Witterungsschutz. Land unterstützt das Projekt.

In Sirnitz (Gemeinde Albeck) tragen aktuell gleich zwei Projekte dazu bei, besondere Orte und ihre Bedeutung für die Region langfristig zu erhalten. So wurde in einen Witterungsschutz für die als „Tatarmandl“ bekannte Holzskulptur inklusive Gestaltung des umliegenden Platzes sowie in eine weitere Attraktivierung des Urhofs Steiner investiert. Über die Kleinprojektförderung des Landes Kärnten wurden beide Initiativen unterstützt. Kürzlich war Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) vor Ort und überbrachte die Förderzusagen. „Solche Orte und Denkmäler sind wichtige Volkskulturgüter, die es zu erhalten gilt. Sie tragen Geschichte in sich, daher ist es umso wichtiger, Initiativen dieser Art seitens des Landes zu fördern“, sagt Gruber.
Das Tatarmandl an der Hochrindl-Landesstraße markiere den Punkt, bis zu dem türkische Truppen einst vorgedrungen sein sollen. Um die Holzfigur langfristig vor Witterungseinflüssen zu schützen und gleichzeitig das Umfeld aufzuwerten, wurde eine Überdachung errichtet und der Platz neugestaltet.
Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 9000 Euro, wovon die Hälfte über die Kleinprojektförderung des Landes getragen wird. Gefördert werden die Überdachung, die Natursteinpflasterung, die Baggerarbeiten und eine Sitzgarnitur aus Holz. „Das Tatarmandl ist Teil der lokalen Geschichte. Mit der Überdachung wird die Figur geschützt und gleichzeitig ein Platz geschaffen, der zum Verweilen einlädt“, erklärt Gruber.
Zudem investieren die Gemeinde Albeck und der Sirnitzer Mühlenverein in den auf rund 1180 Metern Seehöhe gelegenen Urhof Steiner. Der historische Hof gibt Einblicke in die bäuerliche Bau- und Lebensweise vergangener Jahrhunderte und wird heute als Kultur- und Begegnungsort für Brauchtumsveranstaltungen genutzt. Der Mühlenwanderweg führt zudem direkt am Hof vorbei.
Über die Kleinprojektförderung wurden eine Abwasseranlage, Elektro- und Wasserinstallationen sowie ein Brunntrog aus Lärchenholz samt Fundament unterstützt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden über das LEADER-Programm mehrere Sanierungsschritte am Hof umgesetzt, darunter Arbeiten am Dach des Bauernhauses sowie der Bau einer neuen WC-Anlage. „Hinter dem Urhof Steiner steckt viel ehrenamtlicher Einsatz. Durch dieses Engagement wird ein Stück bäuerlicher Geschichte nicht nur erhalten, sondern mit Veranstaltungen und Brauchtum auch mit Leben gefüllt. Die weiteren Investitionen schaffen die dafür notwendige Infrastruktur“, meint Gruber abschließend.