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Diese südsteirischen Denkmäler öffnen am Sonntag ihre Türen

Beim Tag des Denkmals am 27. September laden in Gamlitz und Ehrenhausen interessante Kulturdenkmäler dazu ein, entdeckt zu werden.

Die aufwendig restaurierte Grabanlage Lutteroth kann am Friedhof in Ehrenhausen besichtigt werden
© Manfred Oswald
Die aufwendig restaurierte Grabanlage Lutteroth kann am Friedhof in Ehrenhausen besichtigt werden
Robert Lenhard
Teamleiter Regionalredaktion Leibnitz & Deutschlandsberg, Stv. Ressortleiter Regionalredaktionen Steiermark

Den letzten Sonntag im September haben sich Geschichtsinteressierte längst dick im Kalender angestrichen. Unter dem Motto „Tag des Denkmals“ öffnen sich in ganz Österreich die Türen zu spannenden und teils nicht öffentlich zugänglichen Denkmälern. So auch heuer: Allein in der Steiermark warten am 27. September 20 interessante Programmpunkte darauf, bei freiem Eintritt erkundet zu werden. Davon befinden sich drei im Bezirk Leibnitz.

Dazu zählt die auf den ersten Blick etwas unscheinbare Kreuzkapelle im Ortszentrum von Gamlitz. Sie wurde im 12. und 13. Jahrhundert errichtet und diente als Karner, die Bezeichnung für ein Beinhaus. Mit der Verlegung des Friedhofs an den Ortsrand verlor das Gebäude seine ursprüngliche Aufgabe. Im 18. Jahrhundert wurde der Karner deshalb zu einer Kapelle umgebaut, bei der bis ins 20. Jahrhundert gebetet und Gottesdienste gefeiert wurden. Bei archäologischen Ausgrabungen im heurigen Jahr traten interessante neue Erkenntnisse zutage, die am Tag des Denkmals bei Führungen präsentiert werden. Besucher haben weiters die Möglichkeit mit einer Endoskopkamera ins Innere des Beinhauses zu blicken.

Zur Kreuzkapelle in Gamlitz gibt es neue Erkenntnisse
© Hofmann
Zur Kreuzkapelle in Gamlitz gibt es neue Erkenntnisse

Auf den Spuren der Baronin Lutteroth

Von dort ist es nicht weit zu den beiden anderen Programmpunkten in der Nachbargemeinde Ehrenhausen, die auch inhaltlich eng miteinander verbunden sind. Am Friedhof kann die frisch restaurierte Grabanlage Lutteroth besichtigt werden. Spezialisten verliehen der um 1900 im neogotischen Stil errichteten Gruft unter Anwendung alter Handwerkskunst neuen Glanz.

Darin begraben liegt unter anderem Baronin Emma Freifrau von Lutteroth, derer Geschichte sich die „Romantiktour“ mit Start am Bahnhof Ehrenhausen widmet. Von dort führt der Spaziergang über mehrere Stationen, die Bezug zum Leben der Gönnerin von Ehrenhausen haben. Unter anderem ließ die von 1828 bis 1918 lebende Adelige die erste Wasserleitung im Ort errichten.

Tag des Denkmals

Kreuzkapelle Gamlitz
Kirchengasse 1, 8462 Gamlitz
Zugänglich von 9.45 bis 13 Uhr, dazwischen laufend Führungen.
Nähere Infos gibt es hier.

Romantiktour – die Geschichte der Baronin Lutteroth
Geführter Spaziergang mit Beginn um 14 Uhr beim Bahnhof in Ehrenhausen und Ende um 15.30 Uhr beim Friedhof Ehrenhausen.
Nähere Infos gibt es hier.

Grabanlage Lutteroth
Friedhof Ehrenhausen, Platscherstraße 238, 8461 Ehrenhausen
Von 15.30 bis 16 Uhr erläutert ein Steinrestaurator die aufwendigen Sanierungsarbeiten.
Nähere Infos gibt es hier.

Der Eintritt ist bei allen Programmpunkten frei.