Hellweg-Pleite: Investorensuche für die letzten Standorte geplatzt
Sanierungsverwalter der seit Ende Juni insolventen Baumarktkette beantragte Schließung der letzten Unternehmensteile. Keine Einigung mit möglichem Investor erzielt, davon ist auch ein Grazer Standort betroffen.

Die Hoffnung, dass sich für vier Standorte der seit Ende Juni in Insolvenz befindlichen Baumarktkette Hellweg noch ein Investor findet, hat sich zerschlagen. Der Sanierungsverwalter hat am Mittwoch beim Landesgericht Linz die Schließung des Unternehmens beantragt. Die sechs Märkte, darunter drei in der Steiermark, wurden bereits geschlossen, nun sperrt auch die Zentrale in Linz zu. Die dort betroffenen 17 Beschäftigten wurden am Donnerstag informiert.
Mitte Juni war zunächst Hellweg in Deutschland in die Pleite geschlittert, zwei Wochen darauf folgte Hellweg in Österreich in ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Betroffen davon waren 165 Beschäftigte an sechs Baumarktstandorten. Für die Märkte in Raaba bei Graz und Fürstenfeld und damit für 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kam am 12. August das endgültige Aus, bei den anderen vier Filialen folgte die Schließung Ende August.
Verhandlungen bis zuletzt
Bei jenen vier Standorten – Ried im Innkreis, Straßwalchen, Kirchdorf an der Krems sowie Graz-Eggenberg – verhandelte der Sanierungsverwalter aber bis zuletzt mit einem Investor über eine Übernahme und Fortführung, allerdings bislang ergebnislos. Daher folgte am Mittwoch der Antrag auf Schließung.
Der Abverkauf der Warenbestände wird in den kommenden Wochen weiter abgewickelt. Am Freitag kommt es zu einer Sanierungsplantagsatzung. Das Unternehmen ist zuversichtlich, mit den Gläubigern einen Sanierungsplan beschließen zu können.
Bei der Insolvenzeröffnung betrug die Höhe der Passiva laut KSV1870 23,88 Millionen Euro (davon entfielen knapp acht Millionen auf Banken und 3,4 Millionen auf Lieferanten), jene der Aktiva (zu Buchwerten) 20,82 Millionen Euro.