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Pro & Kontra: Braucht Österreich wirklich eine Skihalle?

Eine Indoor-Skihalle
© Gepa/Andreas Pranter
Skihalle in Frankreich

Der Sportdirektor des Österreichischen Skiverbandes fordert eine oder mehrere Skihallen, um die Rolle der Skination zu festigen. Aber ist diese Investition wirklich nötig?

Nach dem Vorstoß von Mario Stecher, Sportdirektor des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), der eine oder mehrere Skihallen für Österreich fordert, wird in einigen Bundesländern bereits darüber diskutiert, ob und wie man das umsetzen könnte. In Kärnten hat sich Sportdirektor Arno Arthofer dafür ausgesprochen, erhielt mittlerweile aber von Landeshauptmann Daniel Fellner diesbezüglich eine Absage – aus finanziellen Gründen. Ist so eine Investition zur künftigen Absicherung der Skination nötig oder wäre es hinausgeworfenes Geld?

Pro

Eine Skihalle nur für einige wenige Spitzensportler wäre schwer zu rechtfertigen. Richtig geplant könnte daraus aber eine ganzjährig genutzte Anlage für Nachwuchs, Schulen, Vereine, Breitensportler und Touristen werden – mit einem Einzugsgebiet weit über etwa Kärnten hinaus. Und Skifahren ist in Österreich mehr als irgendeine Sportart: Es gehört zu jenen wenigen Dingen, die noch generationenübergreifend verbinden und Identität stiften. Ja, der Bau würde wohl viel Geld kosten. Eine solche Infrastruktur kann langfristig aber Wertschöpfung bringen und zugleich ein Stück österreichischer Sportkultur absichern.

Eine ganzjährig genutzte Anlage für viele wäre der richtige Weg. Damit würde man auch ein Stück österreichischer Sportkultur absichern.

— Lukas Moser,, Ressort Bundesland Kärnten

Kontra

In Zeiten der Inflation und in Hinblick auf schwindende Bodenressourcen müssen Investitionen in den Skisport mit Maß und Ziel getroffen werden. Um Kosten für Infrastruktur und Personal stemmen zu können, sind Skigebiete zu Preissteigerungen gezwungen und immer mehr Familien stöhnen unter hohen Liftpreisen, ehe sie auf günstigere Alternativen umsteigen. Dadurch wird jener Nachwuchs-Pool kleiner, aus dem sich der Spitzensport bedienen kann. Mit einem Luxus-Angebot wie einer Skihalle gegenzusteuern, ist der falsche Weg. Das Geld wäre als Nachwuchs-Förderung in bestehenden Skigebieten besser angelegt.

Ein Luxus-Angebot wie eine Skihalle ist der falsche Weg. Das Geld wäre als Nachwuchs-Förderung in bestehenden Skigebieten besser angelegt.

— Karin Hautzenberger,, Ressort Bundesland Kärnten