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Bund legt letztes Asylquartier in Graz auf Eis

In Graz-Andritz wird das Grundversorgungsquartier aufgrund sinkender Asylzahlen nach und nach geräumt. Bewohner werden in Landesquartiere überführt.

Archivfoto: Bewohner der Asyl-Bundesbetreuungseinrichtung in Spital am Semmering
© APA / Erwin Scheriau
Archivfoto: Bewohner der Asyl-Bundesbetreuungseinrichtung in Spital am Semmering
Thomas Rossacher
Redakteur Bundesland Steiermark

Vier Bundesasylquartiere in der Steiermark (Graz-Puntigam, Kindberg, Steinhaus am Semmering und Leoben) sind mittlerweile stillgelegt. Seit September wird auch die Bundesbetreuungseinrichtung in Graz-Andritz schrittweise abgesiedelt. Grund dafür sind weiterhin rückläufige Asylzahlen.

Die 50 Menschen, die in Graz-Andritz in der Grundversorgung sind, werden seit September nach und nach in Quartiere des Landes übersiedelt, bestätigte ein Sprecher der BBU (Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen) einen Bericht der Steirerkrone.

Grundversorgungsquartiere

Bis wann das Haus in Graz-Andritz leer stehen soll, darauf wollte man sich in der BBU nicht festlegen. Derzeit sind 421 Grundversorgungsquartiere des Landes in Betrieb, wie man unterdessen im Landhaus mitteilte.

Die künftige Nutzung der Unterkunft in Andritz ist offen. Österreich ist ja verpflichtet, für den Fall der Fälle Vorsorgekapazitäten reaktivieren zu können. Daher stehen die Quartiere in Graz-Puntigam, Kindberg, Steinhaus am Semmering und Leoben zwar leer, werden aber weiterhin angemietet.

Miete für leere Quartiere

Die Kosten dafür haben im Vorjahr 2,13 Millionen Euro ausgemacht, wie aus einer Anfragebeantwortung des Innenministeriums hervorgegangen ist. Heuer rechnet man mit 466.350 Euro an Kosten für den Standort Leoben, 439.136 Euro für Kindberg und 259.776 Euro für Semmering. Das Quartier in Graz-Puntigam als Container-Anlage würde hingegen keine Kosten verursachen.

Im Juni haben sich rund 6330 Personen in der Steiermark in der Grundversorgung befunden. Darunter waren 5456 Vertriebene aus der Ukraine.

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