Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Michael Gregoritsch gegen Israel ÖFB-Kapitän: „Eine schöne Nachricht“

Der Steirer wurde von Teamchef Ralf Rangnick als Spielführer auserkoren. Warum sich für ihn dennoch wenig ändert.

Michael Gregoritsch führt das ÖFB-Team erstmals als Kapitän auf das Feld
© GEPA
Michael Gregoritsch führt das ÖFB-Team erstmals als Kapitän auf das Feld

Michael Gregoritsch wird das Nationalteam beim Auftakt der Nations League gegen Israel als Kapitän auf das Spielfeld führen. Teamchef Ralf Rangnick spricht von einer logischen Wahl: „Gregerl hat mit Abstand die meisten Einsätze, die meiste Erfahrung. Als Persönlichkeit ist er für diese Rolle in der jetzigen Konstellation prädestiniert.“

Besagte Konstellation ist insofern ungewöhnlich, als die Kapitäne Nummer eins bis vier im Vergleich zur Weltmeisterschaft nicht zur Verfügung stehen. Der nominelle Spielführer David Alaba steht zwar vor einem Wechsel zu Udinese, wurde aber für diesen Lehrgang nicht berufen. Marko Arnautovic ist zurückgetreten, Marcel Sabitzer legt eine ÖFB-Pause ein, Konrad Laimer verpasst den Auftakt verletzungsbedingt.

„Es war auf alle Fälle eine schöne Nachricht, als es mir der Teamchef gesagt hat. Diese Rolle ist natürlich etwas Besonderes“, erklärt Gregoritsch selbst, verdeutlicht jedoch, dass er in den vergangenen Jahren immer schon versucht habe, viel Verantwortung zu übernehmen.

„Wenn man die Energie im Training gesehen hat, war, glaube ich, nicht erkennbar, wer alt und wer neu dabei ist.“

— Michael Gregoritsch

Genau dies ist nun auch für weitere Kadermitglieder das Gebot der Stunde. Auch andere gestandene Spieler sind gefordert voranzugehen, aber auch die Nachrücker beziehungsweise jene, die erstmals mit dabei sind, müssen und sollen sich nicht verstecken.

„Das Gute ist ja, dass wir ein Teamgefüge haben, wo sich jeder einbringen kann“, unterstreicht der 32-Jährige, der zuversichtlich ist, dass sich die adaptierte Mannschaft schnell findet: „Wenn man die Energie im Training gesehen hat, war, glaube ich, nicht erkennbar, wer alt und wer neu dabei ist.“

Michael Gregoritsch bestritt die Abschluss-Pressekonferenz an der Seite des Teamchefs
© APA
Michael Gregoritsch bestritt die Abschluss-Pressekonferenz an der Seite des Teamchefs

Sein 79. Länderspiel wird für den Steirer fraglos ein spezielles, da er die Emotion, sein Land als Kapitän auf das Feld zu führen, selbst noch nicht kennt. Wie es in Sachen Schleife nach dieser Partie weitergeht, wird sich weisen.

Dieser Lehrgang umfasst dann drei weitere Spiele. „Dass Gregerl alle vier Spiele von Anfang an bestreiten wird, ist unwahrscheinlich“, meint Rangnick alleine schon aus Gründen der Belastungssteuerung. Also geht die Suche nach einem Spielführer möglicherweise bereits am Sonntag gegen den Kosovo neu los.