Laver Cup: Die Bilanz spricht für Carlos Alcaraz und das Team Europa
Am Freitag startet die neunte Auflage des Tennis-Laver-Cups. Das Team Europa mit Alexander Zverev und Carlos Alcaraz ist auch heuer in London der große Favorit.
13. Um diese Zahl dreht sich ab morgen alles in der Londoner O2-Arena. Denn wer diese Punkteanzahl erreicht, ist der Gewinner der neunten Ausgabe des Laver Cups, der seit 2017 (mit Ausnahme 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie) alljährlich ausgetragen wird und bei dem sich die besten Tennisspieler Europas und jene des Teams Welt duellieren. Der Modus macht das über drei Tage in Szene gehende Event spannend: Jede Mannschaft stellt sechs Spieler, zwölf Matches (neun Einzel und drei Doppel) kommen zur Austragung. Täglich stehen drei Einzel und ein Doppel auf dem Programm, wobei an jedem Tag für einen Sieg ein Punkt mehr vergeben wird – bis eben ein Team 13 Punkte erreicht hat.
Wie schon in den vergangenen Jahren geht das Team Europa, zum zweiten Mal betreut von Yannick Noah, als klarer Favorit in den Bewerb, der so etwas wie das Pendant zum Ryder Cup der Golfer ist. Doch dass sich nicht immer das Ensemble der in der Weltrangliste besser platzierten Spieler am Ende durchsetzt, zeigte sich nicht nur im Vorjahr: Während das Team Europa die ersten vier Aufeinandertreffen (noch mit Coach Björn Borg) für sich entscheiden konnte, gewann das Team Welt drei der vergangenen vier Duelle. Insgesamt hat Europa noch mit 5:3 die Nase vorne.
Dafür, dass der Vorsprung nicht auf einen Sieg schmilzt, wollen die Spanier Carlos Alcaraz und Rafael Jodar sowie Alexander Zverev (GER), Jakub Mensik (CZE), Flavio Cobolli (ITA) und Casper Ruud (NOR) sorgen. Die US-amerikanische Legende Andre Agassi wiederum hat seine Landsmänner Taylor Fritz, Brandon Nakashima und Learner Tien sowie Alex de Minaur (AUS), Alexander Bublik (KAZ) und Francisco Cerundolo für die erfolgreiche Titelverteidigung nominiert.
„Es ist besonders, in einer Mannschaft mit den besten Spielern der Welt zu sein. Wir werden alles tun, um dieses Wochenende zu gewinnen und die Trophäe zurück nach Europa zu holen“, gab Zverev die Devise aus. Doch Europas Hoffnungen ruhen nicht nur auf dem frischgebackenen US-Open-Sieger, sondern vor allem auf dem wiedergenesenen Alcaraz. Was für den Spanier, der aufgrund einer Verletzung am Handgelenk mehr als vier Monate pausieren musste, spricht: Er hat gegen die Team-Welt-Spieler eine Bilanz von 18:1 zu Buche stehen. Der 23-Jährige führt im direkten Vergleich mit Fritz 5:1, gegen de Minaur steht er bei 6:0, gegen Cerundolo bei 4:0, gegen Nakashima bei 2:0 und gegen Alexander Bublik bei 1:0. Nur Tien stand der siebenfache Grand-Slam-Sieger noch nie auf dem Platz gegenüber. Davon wollte der Spanier gewohnt bescheiden jedoch nichts hören. „Wir sind solche Team-Events nicht gewohnt. Wenn, dann spielen wir nur mit Spielern aus unserem Heimatland, dementsprechend ist es schon etwas komisch, aber gleichzeitig wunderschön“, sagte Alcaraz, der vor allem einem Teampartner Rosen streute: „Alexander Zverev ist derzeit der vielleicht beste Spieler der Welt. Ihn an der Seite zu haben, ist großartig.“