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Ende von Konzerten: „Das ist eine Katastrophe für uns“

Semtainment verlässt mit den Konzerten die Schlosswiese in Moosburg. In der Gemeinde ist die Enttäuschung groß, eine Alternative soll gesucht werden.

Nach zehn Jahren beendet Semtainment die Konzertreihe auf der Schlosswiese in Moosburg
© Helmuth Weichselbraun
Nach zehn Jahren beendet Semtainment die Konzertreihe auf der Schlosswiese in Moosburg
Marco-William Ninaus
Teamleiter Regionalredaktion Klagenfurt

Schlechte Nachrichten für Moosburg. Zehn Jahre lang war die Schlosswiese die Sommerbühne der Stars, auf der von Zucchero über Nico Santos und Lost Frequencies bis hin zu Gigi D'Agostino Tausende Menschen unterhielten. Damit ist nun Schluss. Semtainment und Barracuda Music übersiedeln mit ihren Konzerten auf die Burg Hochosterwitz, wie am Dienstag bekannt wurde. Entsprechend gedrückt ist die Stimmung in Moosburg.

„Das ist eine Katastrophe für uns“, sagt FPÖ-Gemeindevorstand Bernhard Gräßl, der die genauen Gründe für den Abgang kennen möchte. Bei der Entscheidung spielte nicht nur der limitierte Platz auf der Schlosswiese eine Rolle, auch die mit 1. Jänner 2027 wiederkehrende Vergnügungssteuer habe die Veranstalter verschreckt. Ab dann fließen nämlich drei Prozent vom Ticketpreis in Moosburgs Gemeindekasse. Thomas Semmler von Semtainment rechnete mit Abgaben von 70.000 bis 100.000 Euro pro Jahr. „Das war sicher einer der ausschlaggebenden Punkte“, ist sich Gräßl sicher. Laut Semmler war die Wiedereinführung der Steuer ein Faktor, aber „nicht der wichtigste“.

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„Das ist schade, aber es ist eben so“, sagt Bürgermeister Herbert Gaggl (ÖVP)
„Das ist schade, aber es ist eben so“, sagt Bürgermeister Herbert Gaggl (ÖVP) © Thomas Hude

Unternehmen und Vereine profitierten

Bis zu 40.000 Besucher zählte die mehrtägige Konzertreihe in Moosburg pro Jahr. Die heimischen Vereine und Unternehmen profitierten davon enorm. „Jeder machte sein Geschäft und die Werbung, die nach außen getragen wurde, war unbezahlbar. Die kann man nicht in Euro messen“, sagt Gräßl.

Das ist schade, aber es ist eben so.

— Herbert Gaggl (ÖVP), Bürgermeister

Seit dem Vorjahr liefen Gespräche zwischen der Gemeinde und den Veranstaltern. Mit einer maximalen Kapazität von 8500 Besuchern und der fehlenden Möglichkeit, die Schlosswiese auszubauen beziehungsweise zu adaptieren, war der Abschied aus Moosburg ein unausweichlicher. „Das ist schade, aber es ist eben so“, zeigt sich Bürgermeister Herbert Gaggl (ÖVP) pragmatisch. Moosburg habe viel zum Erfolg der Konzertreihe und den Veranstaltern beigetragen, „aber alles hat einmal ein Ende“. Gaggl sei froh, dass die Konzertreihe in Kärnten bleibt. In den kommenden Wochen möchte er sich Gedanken um alternative Veranstaltungen auf der Schlosswiese machen.

Aus Gräßls Sicht bräuchte es dringend neue Ideen. Nicht nur die Konzertreihe, auch das fast 40 Jahre alte Arnulfsfest ist seit zwei Jahren Geschichte. Damit drohen stille, ereignisarme Sommermonate in Moosburg. „Wir müssen etwas Neues finden, das man mit den Vereinen und Unternehmen gemeinsam angehen kann“, erhofft sich Gräßl.