Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Die Kunstfabrik Lipizzanerheimat stellt in „Vielfalt & Farbe“ aus

Am 1. Oktober laden die Mitglieder der Kunstfabrik Lipizzanerheimat zur Vernissage in die Stoelzle-Galerie in Bärnbach. 13 Künstlerinnen und Künstler zeigen dort Bilder und Skulpturen.

Laden zur neuen Ausstellung der Kunstfabrik Lipizzanerheimat: Elisabeth Raunig, Elisabeth Peter, Obfrau Regina Uedl und Hans-Peter Traussnigg (von links)
© KLZ / Rainer Brinskelle
Laden zur neuen Ausstellung der Kunstfabrik Lipizzanerheimat: Elisabeth Raunig, Elisabeth Peter, Obfrau Regina Uedl und Hans-Peter Traussnigg (von links)
Rainer Brinskelle
Teamleiter Regionalredaktion Voitsberg

Bilder und Skulpturen in allerlei Farben und Formen platzieren die Mitglieder der vor 15 Jahren gegründeten Kunstfabrik Lipizzanerheimat mit ihrer Obfrau Regina Uedl aktuell in der Stoelzle-Galerie in Bärnbach. Passend dazu wählte man für die heurige Ausstellung den Titel „Vielfalt in Farbe & Form“. „Die Ausstellung zeigt auch die Vielfalt unserer Mitglieder, die mit verschiedenen Materialien wie Papier, Ton, Glas, Holz oder auf Leinwand arbeiten“, so Uedl.

Einen ganz besonderen Ausgangsstoff hat sich die Obfrau selbst ausgesucht. Neben großformatigen Bildern, denen eine Reflexion der heutigen Zeit – getrieben von Unsicherheit und Ängsten – zugrunde liegt, präsentiert Uedl auch menschengroße, fragile Figuren aus Pappmaschee, die von der Decke hängen. „Die habe ich aus minderwertigem Papier, das man nur in Rollenform im Geschäft bekommt, hergestellt“, erzählt die Künstlerin lachend. Sie seien nicht nur eine Metapher dafür, wie durchschaubar der Mensch ist, sondern seien auch Ausdruck dafür, wie minderwertig sich die Menschheit selbst betrachte.

Fragile Hängefiguren aus Pappmaschee
© KLZ / Rainer Brinskelle
Fragile Hängefiguren aus Pappmaschee

Portraits von Promis

Alles andere als ein minderwertiges Vorbild hat sich Hans-Peter Traussnigg, der zahlreiche Portraits, darunter auch ein Selbstportrait ausstellt, gewählt. Während seine Bilder Prominente wie Kabarettist Thomas Stipsits, Schauspielikone Sylvester Stallone oder den deutschen Erfinder Paul Nipkow zeigen, stellt er auch eine von ihm angefertigte Kopie des berühmten Bildnisses „Prinz William Nii Nortey Dowuona“ von Gustav Klimt aus. „Das Malen von Portraits ist sicher eine der größeren Herausforderungen, etwa, wie man den Blick eines Menschen richtig einfängt. Deswegen habe ich mich dafür entschieden. Mein großes Vorbild ist Toni Hafner, er hat den Bildern Leben eingehaucht“, erzählt Traussnigg.

von links: Thomas Stipsits, Prinz William Nii Nortey Dowuona, Künstler Hans-Peter Traussnigg in Person und Erfinder Paul Nipkow
© KLZ / Rainer Brinskelle
von links: Thomas Stipsits, Prinz William Nii Nortey Dowuona, Künstler Hans-Peter Traussnigg in Person und Erfinder Paul Nipkow

Gesichter aus Ton zeigt die Keramikkünstlerin Elisabeth Raunig. Neben ihren bekannten Tonmasken, die auf Metallstehern im Raum zu schweben scheinen, sind von ihr auch zwei einzigartige Werke in der Stoelzle-Galerie ausgestellt, die es so kein zweites Mal zu sehen gibt. Dabei handelt es sich um eine Art metallene Litfaß-Säule sowie eine großformatige Metallplatte mit hunderten tönernen Masken in verschiedenen Farbtönen, die mittels Magnet befestigt sind. „So kann ich die Gesichter immer neu anordnen. Das Kunstwerk wird für jede Ausstellung neu zusammengesetzt“, betont Raunig, die auch von ihrer künstlerischen Arbeit erzählt: „Insgesamt sind es bereits 1000 solcher Köpfe mit Magnet geworden. In der Früh stelle ich immer große Köpfe her, je länger der Tag dauert, desto kleiner werden sie.“

Elisabeth Raunig vor ihrem variablen Kunstwerk mit kleinen Tonköpfen
© KLZ / Rainer Brinskelle
Elisabeth Raunig vor ihrem variablen Kunstwerk mit kleinen Tonköpfen

Figuren entwickeln Eigenleben

Jeweils annähernd gleich groß sind die mit schwarzem Acryl-Spray lackierten Tonskulpturen von Elisabeth Peters, die unterschiedliche Emotionen ausdrücken. „Die Figuren entstehen in meinem Kopf, aber sie entwickeln schon beim Bearbeiten des Tons ein Eigenleben“, berichtet Peters, für die vor allem das Kneten des Tons die Faszination an ihrem künstlerischen Schaffen ausmacht.

1 / 8
Elisabeth Peter präsentiert ihre schwarz lackierten Tonfiguren
Elisabeth Peter präsentiert ihre schwarz lackierten Tonfiguren © KLZ / Rainer Brinskelle

Insgesamt stellen 13 Künstlerinnen und Künstler aus, darunter auch Alexander Bolberitz, Monika Barwig, Margit Gschanes, Gertrude Koren, Roos Leddy, Alexander Schuster, Margit Schwar, Hans Peter Schwab und Ute Weiss. Zum Gedenken an die im April verstorbene Luise Haas, ein Gründungsmitglied der Kunstfabrik, wurde sogar ein eigener Raum mit ihren Werken gestaltet.

Teil der „Langen Nacht der Museen“

Am 1. Oktober um 19 Uhr wird zur Vernissage in der Stoelzle-Galerie in Bärnbach geladen. Obfrau Uedl und Bürgermeister Jochen Bocksruker werden begrüßen und zur Ausstellung sprechen. Für die musikalische Umrahmung sorgt ein Ensemble der Musikschule Bärnbach. Geöffnet ist die Galerie am 4. Oktober sowie am 10. und 11. Oktober jeweils von 10 bis 17 Uhr. Besichtigungen sind auch nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 0664-750 23 738 möglich. Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ ist die Galerie zudem am 3. Oktober von 10 bis 24 Uhr geöffnet.