Kalifornien verhängt wegen El Niño Notstand
Wegen der erwarteten Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño hat der US-Bundesstaat Kalifornien am Montag den Notstand verhängt. Bei dem Schritt gehe es darum, "den Gemeinden die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, den Einsatzkräften die Mittel an die Hand zu geben, die sie für ihre Arbeit benötigen, und den Familien die Gewissheit zu vermitteln, dass ihr Bundesstaat bereit ist", erklärte Gouverneur Gavin Newsom am Montag.

Jeder Kalifornier habe das Recht, vor Unwettern geschützt zu werden. Wegen des Klimaphänomens El Niño befürchten Meteorologen starke Stürme, heftigen Regen und Überschwemmungen an der US-Westküste. Schon jetzt sorgt er weltweit für extremes Wetter, obwohl sein Höhepunkt erst für den Herbst und Winter erwartet wird. In Kalifornien hat El Niño bisher zu starken Winden und Küstenerosion geführt.
Die Ausrufung des Notstands ist ein formaler Schritt, der es den Behörden erleichtern soll, auf Ressourcen zurückzugreifen, um schon im Vorfeld zum Beispiel Sandsäcke und Pumpen bereitzustellen. Außerdem kann nun bei Bedarf die kalifornische Nationalgarde angefordert werden.
Beim natürlich auftretenden Klimaphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Der menschengemachte Klimawandel kann die Auswirkungen von El Niño noch verstärken.