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Mehr Platz, neues Konzept: Juwelier eröffnete in Villach neu

Doppelt so groß, eine eigene Ehering-Lounge und neue Services: Feichtinger übersiedelt innerhalb Villachs und präsentiert dort erstmals sein neues Filialkonzept.

Fünf in Schwarz gekleidete Frauen stehen in einem Juweliergeschäft
© Dieter Kulmer
Feichtinger ist ein Familienunternehmen mit 20 Standorten in Österreich. Am Bild: Das Feichtinger-Villach-Team
Autorenbild Alexandra Pöcher
Regionalbüro Villach

Feichtinger ist ein Familienunternehmen mit 20 Standorten in Österreich. Die Villacher Filiale wurde nun verlegt: Seit Dienstag, 22. September, empfängt der Schmuckhändler seine Kundinnen und Kunden nicht mehr in der Ossiacher Zeile, sondern am Karawankenweg 4. Rund 200 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung. Die Vergrößerung fällt in eine Zeit, in der sich andere Schmuckhändler aus Villach zurückgezogen haben. Zuletzt schlossen mit Juwelier Walter Gaggl und Juwelier Kobler zwei Betriebe in der Innenstadt und auch Goldwelt im Atrio sperrte zu. Feichtinger geht damit den umgekehrten Weg und vergrößert seinen Villacher Standort.

Das in Villach erstmals eingesetzte Erscheinungsbild soll künftig auch auf weitere Standorte übertragen werden. Für das kommende Jahr plant das Unternehmen zudem, bestehende Filialen zu vergrößern sowie einen weiteren Standort zu eröffnen.

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Feichtinger wurde am Montag neueröffnet
Feichtinger wurde am Montag neueröffnet © Dieter Kulmer

Mehr Platz für Schmuck und neue Services

Mit den größeren Verkaufsflächen wurde auch das Sortiment in Villach erweitert. Einen Schwerpunkt bilden weiterhin Ehe- und Verlobungsringe, daneben werden Schmuckstücke für Männer, Frauen und Kinder angeboten. Neu hinzukommen sollen ab November mehrere Dienstleistungen. Dazu zählen Permanentschmuck – dabei werden Armbänder oder Ketten ohne Verschluss direkt angepasst und zusammengeschweißt –, Gravuren und Ohrlochstechen. Auch Reparaturen, individuelle Anfertigungen und das Knüpfen von Perlenketten werden angeboten.

Individuelle Anfertigungen werden in der firmeneigenen Manufaktur in Graz hergestellt, in der 35 Goldschmiedinnen und Goldschmiede beschäftigt sind. Dort können etwa Schmuckstücke nach Kundenvorgaben angefertigt werden. Laut Karolina Kehrer, Assistentin der Geschäftsführung, sind bei dringenden Bestellungen auch kurzfristige Produktionen möglich. So könne etwa ein Ehering innerhalb weniger Stunden hergestellt werden.

Der neue Flagshipstore befindet sich im Karawankenweg
© Dieter Kulmer
Der neue Flagshipstore befindet sich im Karawankenweg

Goldankauf derzeit stark nachgefragt

Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens zählt auch der Ankauf von Edelmetallen. Gold- und Silberschmuck sowie Silberbesteck können in den Filialen verkauft werden. Dafür erhalten Kundinnen und Kunden entsprechend dem ermittelten Wert Bargeld oder eine Gutschrift. „Die Nachfrage ist derzeit hoch“, weiß Kehrer zu berichten. Dazu trage auch der hohe Goldpreis bei. Häufig würden geerbte Schmuckstücke verkauft, die von ihren neuen Besitzerinnen und Besitzern nicht getragen werden. Veränderungen stellt das Unternehmen auch beim Kaufverhalten fest. Kundinnen und Kunden würden sich laut Kehrer häufiger nach Herkunft und Herstellung der Produkte erkundigen.

Beim Ehering zählt das Erlebnis

Einen eigenen Bereich gibt es am neuen Standort für Ehe- und Verlobungsringe. Obwohl Feichitnger auch einen Online-3D-Konfigurator und eine Online-Bestellmöglichkeit anbietet, würden laut Kehrer vergleichsweise wenige Paare ihre Ringe ausschließlich online kaufen. Viele wollten diese vor dem Kauf sehen und anprobieren. Dafür wurde am neuen Villacher Standort eine vom übrigen Verkaufsraum abgetrennte Ehering-Lounge eingerichtet.