Nach 25 Jahren: Villacher Wirt sucht Nachfolger für sein Gasthaus
Michael Heber (60) geht nächstes Jahr in Pension und sucht nach 25 Jahren als Gastgeber des Zauchnerwirts einen Käufer oder eine Käuferin. Das Lokal ist bekannt für seine Backhendl und Cordon bleus.

Seit 25 Jahren begrüßt Michael Heber beim Zauchnerwirt seine Gäste. Seit 20 Jahren steht ihm seine Frau Gabriele Kapeller zur Seite. Mit nächstem Jahr soll nun pensionsbedingt Schluss sein, der Betrieb steht zum Verkauf. Für Heber endet damit ein Lebensabschnitt, in dem sich vieles verändert hat, vom Rauchverbot bis zum Trinkverhalten der Gäste.
„Wir leben und sterben mit unseren Stammgästen“, sagt Heber. Diese Stammgäste haben das Haus geprägt. Geburtstagsfeiern gibt es beinahe wöchentlich. Auch für Trauerfeiern von Stammgästen oder Angehörigen öffnet das Gasthaus bei Bedarf an Ruhetagen. „Das ist für uns selbstverständlich.“

Backhendl und Cordon Bleu als Gästemagneten
Mutig war die Entscheidung, den Zauchnerwirt schon ein Jahr vor der gesetzlichen Verpflichtung zum Nichtraucherlokal zu machen. „Das hat sich damals als gute Entscheidung erwiesen“, sagt er. Verändert hat sich auch die Küche. Aus Gesprächen mit Gästen und der Küchenchefin entstanden die Cordon Bleu-Festivalwochen, bei denen mittlerweile 15 verschiedene Varianten angeboten werden. Hebers Favorit ist die steirische Variante mit Glundner, Speck und Zwiebel. Der Freitag steht ganz im Zeichen des Backhendls. Dieses wird nicht nur gern im Gasthaus gegessen , sondern auch oft abgeholt.
Als konstant kann auch das Personal gesehen werden. Die Küchenchefin arbeitet seit 24 Jahren im Betrieb, ein Kellner seit elf Jahren. Insgesamt sind fünf Angestellte beschäftigt. Zum Gasthaus gehören mehrere Gasträume, darunter das Drautschner Stüberl für bis zu 37 Personen und der Saal St. Michael mit 62 Plätzen. Dazu kommen Terrasse, Küche, Lager- und Kühlräume sowie ein großer Parkplatz. Insgesamt stehen rund 160 Sitzplätze zur Verfügung. Die WC-Anlagen wurden kürzlich erst barrierefrei erneuert. Das Inventar wird mitübergeben, eine Übernahme ist ab Frühjahr 2027 möglich.
Sollte sich kein Käufer oder keine Käuferin finden, gibt es für Heber noch einen Plan B. Seine Frau hat extra den Gewerbeschein gemacht, um nach seiner Pensionierung den Betrieb übernehmen zu können. Egal ob Verkauf oder Weiterführung, in der zunehmenden Freizeit will er sich seinem vernachlässigten Hobby widmen: dem Wandern.