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Simon Messner: „Die Berge zwingen dich im Jetzt zu sein“

In „Die südlichen Westalpen“ begeben sich Simon Messner, Babsi Vigl und Martin Sieberer auf eine Reise vom „Ewigen Eis an die Côte d'Azur“. Zu sehen am 28. September um 20.15 Uhr.

Simon Messner, Martin Sieberer und Babsi Vigl auf dem Gipfel des Viso Lotto im Piemont
© ServusTV/ Timeline Production
Simon Messner, Martin Sieberer und Babsi Vigl auf dem Gipfel des Viso Lotto im Piemont
Andreas Kanatschnig
Redakteur Kultur- und Medienressort

Bergsteigen heißt auch, dass man sich auf die Spuren von Vorgängerinnen und Vorgängern macht. Simon Messner, Babsi Vigl und Martin Sieberer begeben sich in der „Bergwelten“-Produktion „Die südlichen Westalpen – Vom ewigen Eis an die Côte d'Azur“ in ServusTV auf eine abenteuerliche Reise durch die Alpingeschichte.

„Die Beschäftigung mit der Alpingeschichte kommt bei mir von meinem Vater (Reinhold Messner, Anmerkung). Es ist ein Stück weit das Verstehenwollen, wie es die Bergsteiger vor uns gemacht haben“, sagt Simon Messner. Die Reise der drei Profis beginnt in den französischen Dauphiné-Alpen auf einem der schwierigsten Gipfel der ganzen Alpen: La Meije heißt das felsige Ungetüm, das die drei auf einer historischen Route bewältigen. Bereits im Jahr 1885 gelang Ludwig Purtscheller, Emil und Otto Zsigmondy die Längsüberschreitung. „Ich war das erste Mal dort. Die Barbara kannte diesen Ort schon. Das ist ein ganz wildes Gebirge, in dem man auch relativ alleine sein kann. Der Grat ist historisch ganz wichtig, weil er auch heute noch schwierig ist“, sagt Messner. Die Tour von damals bezeichnet Messner als „High-End-Leistung“. Die ServusTV-Produktion von Regisseur Peter Künzel zeigt in gewaltigen Bildern die Schönheit dieses Teils der Alpen. Dabei besuchen sie auch das Refuge du Promontoire, eine Schutzhütte, die wohl eine der kühnsten gelegenen Hütten der Alpen ist. „Dass es so eine Hütte überhaupt gibt, die ist sehr minimalistisch, der Platz ist einmalig“, sagt Messner, der in den Bergen eine Auszeit vom Alltag findet: „Auch wenn es nur zwei Tage sind. Die Berge zwingen dich im Jetzt zu sein.“

Schwierige Kletterei im Valle Maira im Piemont
© ServusTV/ Timeline Production
Schwierige Kletterei im Valle Maira im Piemont

„Ich würde das aber niemanden raten“

Das „Getriebensein“ hat Simon Messner hinter sich gelassen: „Als junger Bergsteiger, als man sich noch beweisen wollte, ist man manchmal auch einen Schritt zu weit gegangen. Aber so lernt man.“ Messner, Vigl und Sieberer meistern aufgrund ihres großen Könnens auf der Meije viele Stellen ganz ohne Seilsicherung: „Da muss man sehr aufpassen. Wir haben alle drei sehr viel Erfahrung, daher trauen wir uns das zu, um schnell zu sein. Ich würde das aber niemandem raten.“ Man sieht in dieser ServusTV-Produktion drei Profis am Werk, die zeigen, wie man sich in den Bergen bewegen kann. Von der Meije geht die Reise noch nach Verdon zum Klettern weiter. Abgeschlossen wird ihre Reise an der Mittelmeerküste beim Deep-Water-Soloing, also dem seilfreien Klettern an Felsen am Meer.

Die drei Profis auf dem Weg zum Refuge du Promontoire an der Meije
© ServusTV/ Timeline Production
Die drei Profis auf dem Weg zum Refuge du Promontoire an der Meije

Bergwelten

„Die südlichen Westalpen“ ist in der Sendereihe „Bergwelten“ am 28. September um 20.15 Uhr auf ServusTV zu sehen.

Simon Messner findet in den Bergen eine Auszeit
© ServusTV/ Timeline Production
Simon Messner findet in den Bergen eine Auszeit