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Kathi Huber und Truppe: Zum Einschlafen gibt‘s „Sturm der Liebe“

Die ÖSV-Asse Kathi Huber und Kathi Truppe erzählen vom Schneetrainingslager in Argentinien und wie ihre enge Freundschaft wirklich aussieht.

„Traum-Duo“: Kathi Huber mit Kathi Truppe (re.)
© Privat
„Traum-Duo“: Kathi Huber mit Kathi Truppe (re.)
Denise Maryodnig
Redakteurin Sport

„Ich bin eindeutig die Vernünftigere. Das schätzen wir gut ein“, sagt ÖSV-Technik-Ass Kathi Huber und dem würde Kathi Truppe nicht widersprechen: „Ich tu fünf Minuten so, aber das war’s dann wieder.“ Die beiden sind seit Jahren ein absolut eingespieltes Team, langjährige Zimmerkolleginnen und „Best-Buddys“. Zimmerregeln gibt es zwar keine, aber an der jeweiligen Bettseite (Truppe rechts) gibt es nichts zu rütteln. Warum die Altfinkensteinerin aber zuletzt zur Leseratte avancierte – „sie bevorzugt dabei Thriller und ist definitiv schneller beim Lesen als ich“ – kann sich die Niederösterreicherin auch nicht erklären.

Im Zimmer mögen sie es allerdings unterschiedlich warm. „Ich reiß gern das Fenster auf und sie mag es eher kuschelig.“ Truppe nervt hingegen eher „ihre Ordnung, bei ihr ist alles gleich auffindbar. Sie hat von A bis Z einen Plan und dieses teils Überperfektionistische würde ich ihr gern ab und zu wegnehmen. Ein bisschen mehr Lockerheit würde nicht schaden.“ Angesprochen auf eine Streitsituation kommt wie aus der Pistole geschossen: „Wir haben tatsächlich noch nie gestritten, aber dafür ist klar, dass ich morgens früher ansprechbar bin. Mein Wecker läutet auf meiner Bettseite. Sie braucht ein paar Minuten, bis sie realisiert, dass sie aufstehen muss.“ Pünktlich sind beide, „wir planen nur im Bad 15 Minuten länger ein, wenn wir uns schminken“.

„Ich bin koordinativ öfter mal wild unterwegs“

Bezüglich Streits spricht die zweifache WM-Medaillengewinnerin und Team-Olympiasiegerin von 2022 von einer „Faszination. Wir picken im Winter wirklich oft aufeinander, doch da wir recht gleich ticken und unkompliziert sind, gibt es da wirklich nichts. Okay, vielleicht wenn ich im Uno verliere“, grinst die 30-Jährige und verrät, „dass sie sehr gut kocht und zwar auch ohne Rezept. Sie macht aus allem etwas, was sie in die Hände bekommt. Sie ist schon so ein kleines Allroundtalent“, erzählt Truppe, die selbst von sich behauptet, „dass ich koordinativ öfter mal wild unterwegs bin. Ich behaupte hin und wieder, dass ich etwas gut kann und versage dann – aber auf eine witzige Art und Weise.“

Das ÖSV-Duo kam kürzlich aus Argentinien heim
© Privat
Das ÖSV-Duo kam kürzlich aus Argentinien heim

Bereit für ein eher peinliches Instagram-Reel sei Kathi Truppe. „So richtig Peinliches gab es noch nie, aber ich würd schnell mal zu etwas Ja sagen, Frau Huber müsste ich wohl überreden.“ Beide sind jedenfalls Personen, die nicht schnell beleidigt sind („Herumspinnen finde ich unnötig“, verdeutlicht Truppe), nur bei der Kärntnerin sollte man immer darauf achten, dass sie nie hungrig ist. „Dann kann sie ein bisschen grantig werden, sprich am besten schon davor schauen, wo ein Restaurant ist.“ Beim Schneetrainingslager in Argentinien kamen Auszeiten mit Kaffee und Kuchen nicht zu kurz. Zum Einschlafen gibt‘s übrigens die Serie „Sturm der Liebe“. Die Malkünste von Truppe („sie glaubt, sie ist mit dem ‚Malen nach Zahlen‘ ein kleiner Picasso“) sind laut der Team-Kombi-Olympiasiegerin von 2026 (gemeinsam mit Ariane Rädler) „noch ausbaufähig“.

Erst kürzlich reisten die Freundinnen vom Schneetrainingslager aus Ushuaia nach Hause. „Wir hatten gute Trainingstage, konnten an unseren Sachen arbeiten, auch wenn die Bedingungen wechselhaft waren.“ Die Sonne ließ sich weniger blicken, „dafür war die Zeit sehr intensiv. Wir haben viel an der Technik gefeilt, aber es war auch lustig mit der kleinen Gruppe, die mit war.“ Truppe fügt diesbezüglich hinzu, „dass die Trainer schon grinsen, weil man uns nur ganz selten getrennt sieht. Entscheidungen, die wir unabhängig voneinander treffen müssen, sind die gleichen. Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können und das ist extrem wertvoll.“