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VSV-Altmeister John Hughes: „Legende? Das stimmt doch nicht!“

John Hughes (38) zog in Vorarlberg in einen absoluten Eishockey-Legendenklub ein, bleibt aber demütig. Der Fokus liegt beim Villacher schon voll auf dem Derby.

John Hughes‘ Feuer lodert unaufhörlich
© GEPA
John Hughes‘ Feuer lodert unaufhörlich

Thomas Koch, Thomas Raffl – und John Hughes! Seit dem 2:1 des VSV am Freitag zum Liga-Auftakt in Vorarlberg ist die EBEL/ICE-Liga um eine absolute Legende reicher. Der Austro-Kanadier ist erst der dritte Spieler in der Historie, der es auf die magische Marke von 1000 absolvierten Spielen bringt. Dass er dabei auf 1132 Punkte, 1,13 im Schnitt pro Partie, lieferte, steht noch einmal auf einem eigenen Blatt und absolut für sich. Hughes, erstmals 2012 aus Ljubljana nach Villach und 2021 aus Salzburg zurückgekommen, ist inzwischen ein waschechter Villacher. Einer, dessen Kärntnerisch, vermischt mit nordamerikanischem Slang, unverkennbar zu hören ist.

Umso besonderer war es auch, dass Hughes diesen Meilenstein im Dress des VSV feiern durfte. „Weil der VSV für die ganze Stadt, und auch für mich, so eine große Bedeutung hat“, sagt der quirlige Flügelspieler mit dem feinen Händchen. Trotz Fokus und Freude darüber, dass der VSV an dieser Saison auch wirklich teilnehmen kann, konnte Hughes die Partie auch ein wenig genießen. „Es war nicht die ganz große Bühne, wie ein Play-off-Spiel zum Beispiel. Daher gelingt es dann schon einmal, zwischendurch daran zu denken, dass das etwas Besonderes ist“, sagt Hughes, der auch den ersten Schuss der Partie nach wenigen Sekunden abgab. „Direkt in den Bauch, ein sehr schlechter Schuss“, lacht er auf.

Die Adler kamen erst um 4.30 Uhr nach Hause

Gegen das Wort „Legende“ sträubt sich der stets fröhliche und freundliche Stürmer übrigens. „Das stimmt doch nicht“, sagt er bescheiden und verkennt – vielleicht bewusst – dass diese Bezeichnung auf wenige so zutrifft, wie auf John Hughes. Legenden sind per Definition allerdings entweder tot, oder zumindest nicht mehr aktiv. Und vielleicht will Hughes einfach den Fokus behalten, nicht nachlassen.

Immerhin kommt am Mittwoch ein Derby in Klagenfurt auf die Adler zu. Sie genossen den freien Sonntag, immerhin parkte der Bus nach dem Roadtrip erst am Samstag um 4:30 Uhr vor der Stadthalle ein. „Wir freuen uns auf das Derby, haben nach den ganzen Geschehnissen nicht so den Druck. Und viele glauben, sie schießen uns aus der Halle, so wie sie es mit Salzburg (7:1, Anm.) zuletzt gemacht haben. Ich sage, es wird ein enges Spiel!“