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Initiative „Grazer Mitte“ gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis

Die Initiative „Grazer Mitte“, die den PKW-Durchzugsverkehr aus der Innenstadt verbannen will, konnte sich am Donnerstagabend den VCÖ-Mobilitätspreis sichern.

Die Initiative freut sich über den Mobilitätspreis
© VCÖ / APA-Fotoservice / Ben Leitner
Die Initiative freut sich über den Mobilitätspreis

Kein Pkw-Durchzugsverkehr mehr in der Grazer Innenstadt. So lautet die Forderung der Initiative „Grazer Mitte“. In der Vergangenheit hat die Initiative in Graz bereits mehrmals mit Aktionen für Aufsehen gesorgt. Erst im Mai sperrte man den Lenkai beim Kunsthaus. Damals rief man zum Picknick auf dem Straßenstück auf und wollte damit das Potenzial des Kais aufzeigen. Zuvor hatten die Ideengeber bereits im April die Keplerbrücke mit einer Demo gesperrt.

Am Donnerstagabend konnte sich die Initiative nun den VCÖ-Mobilitätspreis in der Kategorie „Ideen und Konzepte“ sichern. Das innovative Verkehrskonzept für die Grazer Innenstadt wurde als vorbildliches Mobilitätsprojekt ausgezeichnet.

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So stellt sich die Initiative den Bereich direkt vor dem Grazer Kunsthaus vor
So stellt sich die Initiative den Bereich direkt vor dem Grazer Kunsthaus vor © Grazer Mitte

Die konkrete Idee der Initiative: Der Durchzugsverkehr soll großräumig um das Grazer Zentrum herumgeführt werden. Das wird in vier Sektoren – Graben, Lend, Gries und Schönau – eingeteilt, die zwar per Pkw erreichbar bleiben, durchqueren kann man sie aber nur mehr mit den Öffis, zu Fuß oder per Fahrrad. Das große Vorbild: Gent, die zweitgrößte Stadt Belgiens.

Konzept wäre „ohne große Baustellen“ umsetzbar

Die Straßen für die Umleitung des Verkehrs in Graz gäbe es bereits. Autos will man also auf den bestehenden Gürtel (Kalvarien-, Bahnhof-, Eggenberger, Lazarett-, Karlauer und Schönaugürtel) bzw. auf die Conrad-von-Hötzendorf-Straße, Grazbachgasse, Glacis und Bergmanngasse und Grabenstraße verlegen.

Mit diesem Konzept konnte die Initiative am Donnerstagabend sowohl die Fachjury als auch das Publikum überzeugen. Ein finanzielles Problem in der Umsetzung sieht man trotz der angespannten Finanzlage der Stadtregierung nicht. Man könnte das Projekt über die nächsten Jahre ohne große Baustellen ermöglichen. „Wir werden weiterhin aktiv bleiben, die Bevölkerung über die Vorteile der Grazer Mitte informieren und das Konzept bei Aktionen erlebbar machen. Damit wollen wir der Stadtregierung den nötigen Rückenwind für die Umsetzung geben“, sagte Karolina Kastenhuber von der Grazer Mitte bei der Verleihung.

Lob von Minister Hanke

Zum Sieg gratulierte auch Mobilitätsminister Peter Hanke: „Die Mobilitätswende ist eine gemeinsame Aufgabe – von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu den vielen Menschen, die mit großartigen Ideen konkrete Veränderungen vorantreiben.“