Tonnen an Lebensmitteln landen im Müll: Wie man Verschwendung vermeidet
Elf Familien dokumentierten ihr Wegwerfverhalten. Die Projektinitiatoren präsentieren Ergebnisse mit Buch und Ausstellung in Kärnten und geben Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

229.000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln landen laut Studien jedes Jahr in Österreich im Müll, im Schnitt verschwendet jeder Kärntner und jede Kärntnerin rund 25 Kilogramm jährlich – und wirft damit 400 Euro in die Tonne. Um dem entgegenzuwirken, haben der Abfallwirtschaftsverband und das Land bereits vor drei Jahren eine Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung ins Leben gerufen.
Unabhängig davon haben Isolde und Dieter Bornemann das Projekt „Aufgegessen!“ gestartet, um aufzuzeigen, wie viel im Alltag tatsächlich weggeworfen wird. Im Zuge dessen haben Familien in elf sehr unterschiedlichen Haushalten vier Wochen lang ihr Wegwerfverhalten dokumentiert und dadurch sichtbar gemacht, welche Lebensmittel bei ihnen tatsächlich im Müll landen. Die Ergebnisse zeigen, dass häufig mehr entsorgt wird, als man selbst vermutet.

Buch und Ausstellung
Aus dem Projekt sind das Buch „Aufgegessen! – Verwenden statt Verschwenden“ und eine Fotoausstellung entstanden. Die Fotografien machen Lebensmittelverschwendung sichtbar und verbinden starke Bilder mit Hintergrundwissen und praktischen Anregungen für den Alltag. Unter anderem spielen der Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, das Einkaufsverhalten und die richtige Lagerung eine wichtige Rolle.
Isolde und Dieter Bornemann präsentieren ihr Buch am 25. September im Bildungshaus Schloss Krastowitz und eröffnen die gleichnamige Fotoausstellung. Außerdem wird ein kurzer Making-of-Film gezeigt, der Einblicke in die Entstehung des Projektes gibt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit den beiden persönlich ins Gespräch zu kommen.
Buchpräsentation und Ausstellung

Buchpräsentation und Vernissage „Aufgegessen! – Verwenden statt Verschwenden“ von Isolde und Dieter Bornemann am 25. September um 19 Uhr im Bildungshaus Schloss Krastowitz. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung unter Tel. 0463/5050-2100 gebeten.
Die Ausstellung ist bis Freitag, 16. Oktober 2026, im Bildungshaus Schloss Krastowitz zu sehen.