Insolvenz der Karnischen Massiv Möbel GmbH steht bevor
Das Gailtaler Unternehmen hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Klagenfurt eingebracht. 26 Dienstnehmer laut AKV betroffen.

Die Karnische Massiv Möbel GmbH hat beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht. Laut Antrag belaufen sich die Schulden auf rund 1,1 Millionen Euro. Das Gailtaler Unternehmen beschäftigt derzeit 26 Dienstnehmer. Die Firma strebt eine Fortführung an. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) ist mit einer zeitnahen Eröffnung des Verfahrens zu rechnen.
Die Karnische Massiv Möbel GmbH wurde 1981 gegründet und hat ihren Sitz in Kirchbach im Gailtal. Unternehmensgegenstand ist das Tischlereigewerbe sowie die handwerksmäßige, maschinelle und industrielle Erzeugung und Restaurierung von Möbeln. Darüber hinaus ist das Unternehmen auf die Planung und Herstellung von Inneneinrichtungen und Innenausbauten spezialisiert. Der Betrieb ist insbesondere auf die Erzeugung von Massivmöbeln aus Holz ausgerichtet.
Schwacher, deutscher Markt
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit gibt das Unternehmen die anhaltende wirtschaftliche Schwäche des deutschen Marktes an, denn mehr als die Hälfte der Umsätze erziele man dort. Bereits seit längerer Zeit rückläufige Umsätze seien in den letzten Monaten massiv eingebrochen. Zusätzlich hätten Abfertigungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern die Liquidität des Unternehmens weiter belastet. Trotz intensiver Bemühungen sei es weder gelungen, zusätzliche Finanzierungsmittel von den Banken zu erhalten, noch durch Investoren oder den Verkauf von Anlagevermögen ausreichend Liquidität zu schaffen.
Das Unternehmen verfügt laut AKV über erhebliches Anlagevermögen. Nach den Angaben im Antrag liegen Vermögenswerte von rund 1,54 Millionen Euro vor.