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Bei dieser Trauung stand ein ganzes Judoteam Spalier

Die Lavanttaler Lisa-Maria Jöbstl (31) und Sebastian Dohr (32) haben „Ja“ gesagt. Bei der Feier drehte sich alles um eine gemeinsame Leidenschaft: das Reisen.

Der Bräutigam küsst die Hand der Braut und sie schauen sich dabei an
© Surfin Birds
Lisa-Maria Jöbstl und Sebastian Dohr haben geheiratet
Eva Kapeller
Redakteurin der Regionalredaktion Völkermarkt/Lavanttal

Eigentlich kannten sich die beiden Lavanttaler Lisa-Maria Jöbstl (31) und Sebastian Dohr (32) schon seit ihrer Jugend. Doch erst vor drei Jahren beim St. Mareiner Feuerwehrfest kamen die Krankenschwester und der Entwicklungsingenieur erst richtig ins Gespräch. Nach dem Fest folgten erste gemeinsame Unternehmungen. Beim Klettern verbrachten sie Zeit miteinander, ehe Lisa-Maria spontan eine Idee hatte: eine Reise nach Prag. „Dort haben wir gemerkt, dass da mehr ist“, erzählt der Bräutigam. Seit 2023 gehen sie gemeinsam durchs Leben.

Besonderer Antrag

Besonders ihr erstes Date ist ihnen bis heute in Erinnerung geblieben – ein Essen beim Kleinhenner. Wie besonders dieser Ort noch werden sollte, zeigte sich im September letzten Jahres, als Sebastian seiner zukünftigen Braut nach einem Besuch beim Kleinhenner bei einem Picknick auf der Koralpe den Antrag machte.

Knapp ein Jahr später, am 29. August 2026, war es dann so weit: In St. Andrä gaben sich die beiden standesamtlich das Ja-Wort, anschließend folgte die kirchliche Trauung in Siebending. Gemeinsam mit mehr als 100 Gästen wurde danach im Kulturstadl Maria Rojach gefeiert. Dass Reisen für das Paar eine besondere Bedeutung hat, zeigte sich auch bei der Gestaltung der Hochzeit. Jeder Tisch stand im Zeichen eines gemeinsamen Reiseziels. Prag war ebenso vertreten wie Mauritius, Myanmar, Finnland, Kroatien und Italien. Für die perfekte Stimmung sorgte zuerst eine Band, nach Mitternacht übernahm ein DJ.

Das Brautpaar zusammen mit dem Judoteam
© Surfin Birds
Das Brautpaar zusammen mit dem Judoteam

Für einen weiteren besonderen Moment sorgte der Judoclub Wolfsberg. Seit rund 25 Jahren ist Sebastian selbst im Verein aktiv und mittlerweile auch als Judo-Trainer tätig. Seine Vereinskollegen und die von ihm trainierten Kinder standen nach der Trauung im traditionellen Judogi-Outfit Spalier. Nach der Ansprache folgte eine japanische Verbeugung – als Zeichen des Respekts und der Begrüßung. Als Geschenk durfte sich das Brautpaar über einen Gutschein für die Harpfnstub’n freuen, die von Sebastians Schwester und deren Lebensgefährten betrieben wird.

Gemeinsame Projekte

Was die beiden verbindet, ist vor allem die Freude daran, gemeinsam Neues zu entdecken. „Wir probieren gerne verschiedenste Sachen gemeinsam aus“, beschreibt der Bräutigam ihr gemeinsames Leben. Reisen gehören ebenso dazu wie Sport und gemeinsame Unternehmungen. Er selbst braut privat Bier, mittlerweile beschäftigen sich die beiden außerdem mit Kräutern. Erste Erfahrungen mit dem Destillieren wurden ebenfalls bereits gesammelt.

Dabei ergänzen sich die beiden besonders gut. „An Lisa-Maria schätze ich ihren Tatendrang“, sagt er. Lisa-Maria, die den Nachnamen ihres Mannes angenommen hat, schätzt an ihm vor allem seine Geduld. Gemeinsam haben sie viele Ideen – vielleicht entsteht daraus eines Tages sogar ein eigenes Unternehmen. Erst kürzlich sind sie zurück aus den Flitterwochen in Griechenland gekommen und zuhause wartet aktuell ein neues Zukunftsprojekt: „Wir bauen gerade das Haus meines Opas um.“