Shuttledienst startet in drei Lavanttaler Gemeinden
Das Postbus Shuttle LAVmobil Süd wurde kürzlich in den Gemeinden St. Andrä, St. Georgen im Lavanttal und St. Paul im Lavanttal eingeführt.

Seit Kurzem ist das Postbus Shuttle LAVmobil Süd in St. Andrä, St. Georgen im Lavanttal und St. Paul im Lavanttal unterwegs.
Das Projekt läuft von 1. September 2026 bis 31. August 2029 und wird von den drei teilnehmenden Gemeinden getragen. Über die von ÖVP-Landesrat Sebastian Schuschnig initiierte Mikro-ÖV-Strategie unterstützt das Land Kärnten das Angebot mit rund 290.000 Euro pro Jahr. Der Verkehrsverbund Kärnten ist Partner des Projekts. Die Verkehrsleistung vor Ort übernimmt die Lassnig Busreisen GmbH aus Völkermarkt als Subunternehmer der Österreichischen Postbus AG.
Nun wurde das Projekt offiziell präsentiert. Das Mobilitätsangebot ergänze den bestehenden öffentlichen Verkehr und erschließe rund 270 Haltepunkte in den drei Gemeinden. „Mit dem LAVmobil Süd schaffen wir eine unkomplizierte Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Verkehr und verbessern damit die Mobilität im Alltag für die Lavanttaler Bevölkerung und Gäste“, betont Schuschnig.

Auch Hausabholung möglich
Die Haltepunkte ermöglichen Fahrten zu Alltagszielen, Infrastruktureinrichtungen und touristischen Zielen sowie zu bestehenden Bus- und Bahnverbindungen. Für Personen mit Mobilitätseinschränkungen ist auch eine Hausabholung möglich. Das Bediengebiet ist zudem mit dem bestehenden Postbus Shuttle LAVmobil in Wolfsberg verknüpft. Externe Haltepunkte, unter anderem beim LKH Wolfsberg und bei der Bezirkshauptmannschaft, ermöglichen auch Fahrten zu wichtigen Einrichtungen außerhalb der drei Gemeinden. Eine zentrale Rolle spielt zudem die Anbindung an den Bahnhof St. Paul.
Das Shuttle fährt von Montag bis Freitag zwischen 6 und 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 15 Uhr. Zwei Fahrzeuge sind im Einsatz, eines davon ist barrierefrei ausgestattet. Gebucht werden können die Fahrten über die Postbus Shuttle App, die wegfinder-App oder telefonisch unter 0800 80 88 08. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Kärnten zuzüglich eines Komfortzuschlags von zwei Euro pro Fahrt. Besitzer eines Kärnten Tickets, KlimaTickets Österreich, gültiger ÖV-Zeitkarten, JUGEND.mobil-, Studenten- oder Lehrlingstickets sowie Gäste mit Kärntner Gästekarte zahlen lediglich den Komfortzuschlag. Für bestimmte Personengruppen ist die Fahrt kostenlos.
Es soll eine Lücke schließen
Die drei betroffenen Ortschefs, die Bürgermeisterin von St. Andrä Maria Knauder (SPÖ), der Bürgermeister von St. Georgen Karl Markut (TS) und der Bürgermeister von St.Paul Stefan Salzmann (SPÖ) sind sich einig: „Mit dem Postbus Shuttle schaffen wir ein Mobilitätsangebot, das sich an den Bedürfnissen unserer Bevölkerung orientiert. Gerade im ländlichen Raum sind flexible Lösungen entscheidend, um den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig profitieren auch unsere Gäste von einer komfortablen Anbindung innerhalb der Region. Das Postbus Shuttle ergänzt den bestehenden öffentlichen Verkehr ideal, schließt die Lücke auf der ersten und letzten Meile und stärkt die Anbindung an den Bahnhof St. Paul sowie die Koralmbahn.“
Gerade im ländlichen Raum sei Mobilität „eine wesentliche Voraussetzung für soziale Teilhabe und Lebensqualität, so Tibor Jermendy, Head of Business Development, Österreichische Postbus AG. Und weiter: „Der besondere Mehrwert bedarfsgesteuerter Mobilität liegt für uns darin, öffentlichen Verkehr näher an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen zu bringen und damit bestehende Angebote sinnvoll zu ergänzen. So entsteht ein System, das unabhängig von Alter oder Lebenssituation zusätzliche Mobilitätsmöglichkeiten schafft und die Region insgesamt besser verbindet.“