Besucherlenkung von Naturpark Mürzer Oberland weckt internationales Interesse

Seit dem Sommer 2021 setzt man sich im Naturpark Mürzer Oberland intensiv damit auseinander, wie man Freizeit und Erholung in der Natur besser mit Naturschutz verbinden kann. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Lenkung von Besucherströmen, ohne dabei ausschließlich auf Verbote oder Einschränkungen zu setzen.
Die bisherigen Erkenntnisse und deren Anwendung stoßen dabei mittlerweile auch über die Steiermark hinaus auf großes Interesse: So konnten Vertreterinnen und Vertreter des Naturparks ihr Konzept vor wenigen Tagen bei der Abschlusskonferenz des grenzüberschreitenden Projektes „Ecovisit SKAT“ im Schloss Marchegg einem internationalen Fachpublikum vorstellen.
Menschen nicht aus Natur ausperren
Die Präsentation stieß dabei auf großes Interesse, unter anderem bei Vertreterinnen und Vertretern des Biosphärenparks Wienerwald sowie des WWF im Bereich der Marchauen. „Das Interesse anderer Schutzgebiete bestätigt uns darin, die Besucherlenkung konsequent weiterzuführen. Für uns geht es nicht darum, Menschen aus der Natur auszusperren“, betont Naturpark-Geschäftsführer Andreas Steininger.
Im Naturpark hat man in den letzten Jahren etwa bestehende Wanderwege, Parkräume, öffentliche Verkehrsanbindungen und Leitsysteme hinsichtlich ihrer Eignung und der Belastbarkeit des Naturraumes bewertet. Ein Schwerpunkt lag auf einem möglichst einheitlichen analogen und digitalen Informationssystem. Gleichzeitig wurden sensible Naturräume bewusst aus einer verstärkten touristischen Bewerbung herausgenommen.
Auch im 2025 fertiggestellten und von der Naturschutzabteilung des Landes finanzierten Managementplan wurde die Besucherlenkung als eines von vier Handlungsfeldern verankert. Den Austausch bei der Konferenz sieht man auch als Auftrag, die aktive Besucherlenkung als wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur und der Biodiversität weiterzuentwickeln.